158 Börne und Consorten,
Börne hierüber:
„Nun, warum nicht, wenn ein Jude (Börne meint Roth-schild) stark genug ist, die wankenden Fürsten auf ihren Thronenzu erhalten, warum sollten die Juden nicht Macht genug haben,sie herunter zu stürzen. Auch Christus war ein Jude, under hat die Götter ans dem Olymp gestürzt, und das war docheine ganz andere Fürstenschaft, als die heilige Allianz des hohendeutschen Bundes. Wo ist jetzt Jupiter mit seinen Blitzen? Vornnserm Spotte schützt ihn nur unser Vergessen — und das hatein Jude gethan! — Ich glaube, der Schmnl bin ich, und derHeynm wird wohl Heine sein: aber wo bleibt der Jtzig! Jtzig!Jtzig! Jtzig!"
Börne kommt immer in entsetzliche Aufregung, wenn Gegnerihn als Juden behandeln. „Was hat es mir genützt", fragter aber (das ist doch echter Handelsmann und Trödler), „daßich mich habe taufen lassen?" Die Taufe war ihm nach eigenemGeständniß unkommode — er blieb jeder Zoll Jude.
Er wird immer rabiat, wenn man ihn auf das aufmerksammacht, was er selber nie vergessen, aber auch nie verbergenkann. Der Börne ist immer der Baruch. und wenn er viel-mal mit Ausrufungszeichen schreibt: Jtzig! so sieht man daskleine Männchen auf seinem Sessel zittern und zappeln, er gibtfeine Aufregung in seinem Styl kund.
S. 244 erzählt Börne, daß in der Abendzeitung über ihnstand:
„Börne steht jetzt ans dem Punkte, wo der Menschin den Tiger übergeht."
Das freut Börne natürlich, und der Satz ist auch dummabgefaßt. Der Gegner Börnes hat dem kleinen Männcheneine Schmeichelei gesagt, die ihn nichts weniger als ärgernkonnte. Der Vergleich war ein Fehlgriff in der Me-nagerie.
Börne will die Könige stürzen, natürlich die christ-lichen Könige, denn wir haben ja in Europa (der Sultanzählt nicht und den wollte er auch nicht stürzen) nur christlicheKönige. Da entpuppt sich der kleine Jude (der sich nach seinesKampfgenossen Heine Beobachtung in seinem großen,schweren Schlafrock wie eine Schildkröte in ihrem Gehäuseherumdrehte) als echter Talmudjude, denn im Sokmr I. 21öbsteht geschrieben: