Börne und Consortcn.
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Rothschild der Schneider. Was die Natur an mir verdorben,hat er wieder gut gemacht. Meine Taille sollten Sie sehen."
Börne war höckerig und klein und macht hier selbst einenWitz über seine Gestalt. Dann ergeht sich Börne in Aeußerungeu,die er dem Redakteur der „Mannheimer Zeitung" ins Gesichtsagen würde, wenn er mit ihm zusammenkäme, und schließt:
„Sie sind nicht Werth, daß Sie der Teufel holt! Dann gingeich fort, und lachte mich todt! Nur eines ist mir unerklärlich:warum der Redakteur der Mannheimer Zeitung von den Heidel-berger Studenten noch niemals Prügel bekommen!" —
Hier sehen wir, wie Börne immer von seinem Lachenredet, wenn er sich weidlich ärgert, und wie er höchst perfidden Heidelberger Studenten einen Wink gibt, wie sie fürBörne, der in Paris im Trockenen sitzt, die Rache fürihn übernehmen könnten.
LK. Wörne, nach Nalihinergcständnist ein Hal'mudzude, gerätlj in Müh,
wenn er Jude genannt und als solcher behandelt wird.Erneuerte Jürstenzerguetschnng und Königsvernichtung. Juden könnenalle Könige stürzen.
Der 11. Band von Börnes Schriften (75.—99. Brief) istder langweiligste, er gibt ein Zeugniß, daß Börne auch alsSatyriker in den Jahren 1830—33 vollkommen fertig war.Das Schimpflexikon ist erschöpft, als Prophet hat er Fiaskogemacht, viele lächerliche Seiten Börnes sind enthüllt worden,die Judenschule hat ihn überflügelt, eine Menge seiner Jüngerseine Sprache nachgeahmt, er hat das Monopol verloren, erfängt an, untröstlich zu werden. Er wirft selten mit Eselnherum — es hat ihn die Zuversicht auf sich selber verlassen.In Bibliotheken findet man den letzten Band wenig, den11. gar nicht gelesen, der Schnitt ist noch zugeklebt; Börneist selbst seinen Verehrern für die Länge ungenießbargeworden, er hat sich selbst überschimpft und überwüthet.
Gegen Ende des 11. Bandes, S. 219, vergleicht sich Börne,der „Fürstenentthroner", sogar mit Christus dem Herrn. EinGedicht in den Xenien, welches ihn und Heine persiflirt, ärgertihn. Es lautet:
„Schumi und Heyum, sie schreiben als deutsche Männer für Freiheit,Kommt noch der Jtzig dazu, stürzen die Fürsten vom Thron."