28. Börnes takmiidifche Kerzenslujk, wenn es riöcr die Ufaffen losgeht.Wie er die Hiroter ljeraöfchimpft und jeden für fein Unterland begeistertenKelden für einen Aretin hält.
Wenn Börne Gelegenheit findet, sich über „die Pfaffen"(die christlichen Geistlichen versteht sich, denn die Rabbiner sindunverletzlich; wer sie angreift, ist verwünschensWerth, Fluchsei ihm!) herzumachen, da bebt sein Herz in talmudischer Lustund Begeisterung. Die Worte des Hohnes und Spottes träufelnihm über den Bart, da ist er so recht im Fahrwasser desfanatischen, das Christenthum und alles das, was dazu gehört,verwünschenden Juden.
In Bd. IV, Nr. XXXVII, bespricht er „Das Trauerspielin Tirol. Ein dramatisches Gedicht von Jmmermann." Einmalist ihm die Begeisterung der Tiroler für Oesterreich in dieSeele hinein zuwider, er verschimpft sie, wie er nur kann.
überwunden und theilweise abgelegt haben, von Christen auchmit Achtung behandelt werden und daß es nur an der Per-sönlichkeit und Handlungsweise der Juden liegt, sich die Achtungzu erwerben, — das übergeht Börne auch.
Eines erklären wir aber wiederholt als großes Unrecht,und das ist die im Allgemeinen ausgesprochene Beschuldi-gung, daß sämmtliche Juden, welche Christen werden, nurirdische Absichten haben und im Herzen Juden bleiben.Diese Verallgemeinerung ist ein schweres Unrecht undein liebloses Urtheil. Wir haben Männer aus Israelgekannt, die sich aus Ueberzeugung taufen ließen und selbstdie immer nvch gefährlichen Klippen der Lust an Geld undGewinn in der edelsten Handlungsweise umschiffthaben; und vor solchen Semiten, die sich aus Ueber-zeugung taufen lassen, wird jeder wahre und gerechte Christeine um so größere Hochachtung hegen, je mehr derConvertit sich die Feindschaft seiner Stammesgenossen zu-gezogen, und je mehr er bestrebt ist, Alles, was ihm von Er-ziehung und Angewöhnung noch ankleben mag, zu überwindenund zu entfernen.
Börne und Consorten.