Druckschrift 
Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
52
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5)Z Börne und Consorten,

einen reichen, dunklen Schatz, von Geschlecht zu Geschlecht herab-geerbt, auch nur zu ahnen vermochte, bis er zu erlauschen ver-mochte die Leiden, die nicht klagen, weil sie kein Ohr zu findengewohnt sind! Wie viele Tausende mußte er unschuldig verdammthaben, bis er endlich Einen schuldlos fand, und ihn dem unfrucht-baren Mitleid der Menge im Bilde darstellte/'

So Börne, Immer sind es diese hartherzigen Christen,die sich durch den edlen Theaterjuden nicht znm Mitleid be-sonders aufgefordert fühlen! — Wir sind weit entfernt,irgend eine Ausschreitung, irgend ein Unrecht, irgend eine Grau-samkeit, die je an Juden begangen worden sind, zu billigenoder gutzuheißen. Anderseits müssen wir aber den immer undimmer wiederkehrenden Judenmodus, die den Juden vonChristen angethanen Unbilden auf die Schuldtafel der Christenzu schreiben und die Juden als die unschuldigen Opferlämmerdarzustellen, mit aller Entschiedenheit zurückweisen.

Daß die Juden mit ihrem im Talmud formulierten Haßin der Tasche nach ihrer Vertreibung aus ihrem Lande sich inEuropa überall eingefunden haben, das hätte ihnen keine Feindeund Gegner gemacht, aber sie haben die Flüche und Lehrendes Talmud den Christen und dem Eigenthum derselbengegenüber immer und immer wieder in Anwendung gebracht;sie haben, wo es ihnen nur möglich war, die Christen arbeiten,dienen lassen, sie durch die Ketten des unbarmherzigen Wuchersin ihre Sklaverei gebracht; sie haben sich dem ehrlichenArbeiten, dem Dienen (ein Jude dem andern) unter sichselbst entzogen und die Christen nur immer als Gegenständeder Ausbeutung und der Dienstbarkeit betrachtet. Und dassind die von Juden (wie Börne) immer entweder ganz ver-schwiegenen oder frech in Abrede gestellten Momente,welche die Christen endlich zur legalen, oder wo die Gesetz-organe durch Juden direkt oder indirekt bestochen waren, amEnde zur illegalen Nothwehr, d. h. zur Selbsthilfe gebrachthaben.

Immer der ungeheure Judenschmerz! Was haben diedurch Judenwucher in einem Jahre tausendweise hingeopferten,von Haus und Hof vertriebenen Bauern für ein Ge-fühl? Sollen die vielleicht dem ungeheuren Judenschmerzgegenüber eine ungeheure Christenfreude im Herzen em-pfinden und ins Theater gehen, um sich durch den weisen