Börne und Consorten. 4st
In den „Mittheilungen über Goethe", von 4>r. Riemer,Berlin, Duncker, 1841, findet sich I. Bd., S, 434, Nr. XV,das Verhältniß Goethes zu Börne ziemlich drastisch dargestellt.In Anbetracht der Schmähungen von Börne und der ihm nach-folgenden Judenschule ruft Riemer aus:
„Ist es erhört, ist es erlaubt, daß ein Jude, ein FrankfurterSchutzjude, einem Edlen, dein ersten Dichter der Nation, auf densie stolz zu sein Ursache hat, dem sie Monumente errichten will,ins Angesicht und vor aller seiner Mitbürger Ohren und Augensagen und es gedruckt der Welt hinterlassen darf: „„Seit ich fühle,habe ich Goethe gehaßt, seit ich denke, weiß ich warum."" Dachein Jude kann Alles: (denn er schämt sich nicht und grämt sichnichts, ein Narr darf Alles. Es scheint daher unnöthig, nachseinem Warum! zu kragen, aber es ist in anderer Art nützlich,es zu wissen. Lx nnZns loonam. Also: „„Weil er anders denktals ein Börne, weil er kein deutscher Patriot ist, der in 50 Bändchennicht eine Zeile für die deutsche Freiheit geschrieben, weil er dergrößte Egoist des Jahrhunderts ist."" Wie, was, noch eingrößerer als Börne, doch wohl, inwiefern? „„Da erwnst nicht das größte künstlerische Genie hätte sein können."" Jafreilich ist Börne weder künstlerisches Genie, noch Genie über-haupt, wenn man ihn auch unendlich witzig findet, aber darumnichts desto weniger der bornirteste Egoist."
18. Wie Meiner den Käß und die Intoleranz der Inden allen Völkerngegenüber mit Stellen von Klassiker» erhärtet.
„Die Nation, der dieser Börne mit Leib und Seele augehört,hat von jeher die anders Denkenden gehaßt. Die Intoleranz istvon ihr geboren worden und in alle Welt ausgegangen. Ihrangeerbtes und anerzogenes oclium allversus omnos alias bostllaiJaeitus bist. V. o. 5. luvsnalis 8at. XIV) gilt schon über ggstst Jahre.Ihr theokratischer Egoismus hat es verstanden, die übrige Weltnur einzig für sich selbst und ihre Geschichte einzunehmen: dieThaten und Leiden anderer Völker aber, deren Verdienste umWissenschaft und Kunst in den Hintergrund, ja ganz in Schattenzu stellen: die Religion und Moralität derselben zu verdächtigenund zu verschreien: die bildende Kunst vollends bei ihr selbst undim Keime schon zu ersticken und deren Geburt bei anderen durchEinschränkung zu verkümmern und zu verbutten: die Vorschrittein allen Naturwissenschaften, zuvörderst der Astronomie und Cos-mogonic, aufzuhalten, zu verspäten und den Einfluß ihrer verstän-digen Forschungen und vernünftigen Resultate in das geistige undsittliche Leben der christlichen Völker durch die Autorität einesinappellablen Orakels zu hintertreiben: den Aufschwung der natio-nalen Industrie durch Accapariren des norvns rsinm zu hindern,Brunner, Zwei Buschmiiimcr. ^