Börne und Consorten, 47
4. Das ist ein Radirgummi. Es ist dem Börne umden ausgespielten Lump bange, und da begütigt er den em-pörten deutschen Leser: „Schiller war edel", nachdem erihm früher jeden Journallumpen an die Seite gestellt.
5. Wir werden die Wuth Börnes über Goethe noch späterzu beleuchten Gelegenheit finden. — S. 381 nennt Börnewieder den Schiller den Stolz und die Zierde des Bater-landes; er lobt ihn da nur, um den vielbesprochenen Egois-mus Goethes in ein noch grelleres Licht zu setzen.
Wir erkennen es aus Respekt vor der Wahrheit gerne an,daß Börne in seinem Urtheile über Goethe manchmal auch denNagel auf den Kopf getroffen hat. er überschreitet aber, wenner im „Spuken" einmal drinnen ist, oft alles Maß undfährt am Ende immer über die Linie der Gerechtigkeit und derBilligkeit hinaus. So III. S. 387:
„Nie hat er (Goethe) ein armes Wörtchen für sein Volk ge-sprochen? er, der früher auf der Höhe seines Ruhmes unan-tastbar, später im Hohen Alter unverletzlich, hätte sagen dürfen,was kein anderer wagen durfte. Noch vor wenigen Jahren bater die hohen und höchsten Regierungen nm Schutz seiner Schriftengegen den Nachdruck. Zugleich um gleichen Schutz für alle deutschenSchriftsteller zu bitten, das fiel ihm nicht ein. Ich hätte mirlieber wie ein Schnlbübchen mit dem Lineal auf die Fingerklopfen lassen, ehe ich sie dazu gebraucht, um ein Recht zu betteln,und um mein Recht allein!"
Es war eben damals bureaukratischer Gebrauch, daß jederSchriftsteller bittlich um den Schutz gegen Nachdruck seinerSchriften einschreiten mußte. Somit ist auch dieser VorwurfBörnes mit Haaren herbeigezogen.
l7. Wie Winne in seiner echt jüdischen Arroganz dem choetlje selbst„das Heute" abspricht, sich aber durch sein Wulljgezappel nur lächerlichmacht. Wie sich Meiner über das Hcspökel Winnes geäussert.
III. S. 413 versteigt sich der neidische Grimm des Börneso weit, daß er dem Goethe selbst das „Genie" abspricht:
„Welch ein beispielloses Glück mußte sich zu dem seltenenTalente dieses Mannes gesellen, daß er M Jahre lang die