Börne und Consorten.
halten? Seit jenem Tage, da zum ersten Male die BefreiungDeutschlands in Frankfurt gefeiert worden, wurde stets in de»obrigkeitlichen Festordnnngen der sonderbare Ausdruck gebraucht:den Inden seien Gebete verordnet worden. O armesVaterland, in dem solche Dinge geschehen!,; Denn haßt oderliebt die Inden, drückt sie nieder oder erbebt sie, erzeigt ihnenGutes oder verfolgt sie: dies Alles sei eurer Willkür überlassen.Aber Eins sage ich Euch: Seht zu, wie weit ihr kommt mit derFreiheit des deutschen Landes, so lange die Freiheit nicht seinsoll für Alle?" 7
Wir wollen nun dem Eskamoteur auf die Finger schauen.
8. Almschlage von eiskalten Hljatsachen zur Abkühlungder Flabliincrpljantasie Winnes. Wie das Fordern no» Handarbeitdas fluchwürdigste Attentat auf die Zndeneljre ist.
1. Seit die Juden ihren Tempel verloren und dafür dieSynagoge gewonnen haben, hat ihr alter Ritus (als formellerGottesdienst) aufgehört, die Synagoge ist nun „Bethaus", wieman es als Aufschrift auf Synagogen, und zwar von denJuden selbst freiwillig angebrachte Inschrift, lesen kann. Wennder Senat nun bei Juden von Gebeten redet, so kann nur einexorbitanter, selbst für eine eingebildete Verletzung jüdischenWesens sensitiver Jude schon darin eine Verletzung der Freiheitund bürgerlichen Rechte herausfinden.
2. Es ist bekannte Judenart, bei Conflikten sich Bundes-genossen zu suchen. Hier erscheint es geradewegs Heiterkeiterregend, wie Borne selbst unfern Herrgott apostrophirt, ersolle sich im Streite mit dem Senat auf die Seite der so tiefgekränkten Frankfurter Judenschast stellen.
3. Hier gesteht es Börne selber (Kenner der jüdischenPraxis wissen es längst), was von Gebeten der Juden in solchenFällen zu halten ist, besonders wenn sie für christliche Regentenund Obrigkeiten beten, öffentlich in der Synagoge aus Furchtzusammenkommen, es sind diese Gebete ein bitterer Fluch derUnterdrückten, nach außen mit Segen überzuckert. Man solldem Börne eigentlich danken, daß er durch einen unvorsichtigenRuck mit der Blend- (alias Diebs-) Laterne die jüdische Zucker-bäckerei so grell beleuchtet hat.
(Wer den Judenspiegel liest, wird in den Talmud-gesetzen die Verlogenheit Börnes principiell begründet finden.)