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Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
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Börne und Consortcn.

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Z. Was nach Warne diese elendigen ßljristen den edlen und vortrefflichenInden für Unrecht angetljan ljaöe». Die Anklagen Börnes Dunkt fürWunkt als unverschämte .Lügen nachgewiesen.

S, 46 legt Börne eine Lanze ein für die Juden (181l)).Börne ist selbstverständlich über die Behandlung der Judenaußerordentlich entrüstet, er behauptet, nur der christlicheFanatismus wäre Schuld daran. Er sagt und fragt:

Worin das böse Verhängniß der Juden besteht, ist schwerzu erfassen,: weil es seine Laufbahn noch nicht vollendet hatund erst un Tode der Dinge ihre Lebcnsbedeutung sich offenbart. 2Es scheint aus einem dunklen unerklärlichen Grauen zu ent-springen, welches das Judenthum einflößt, das, wie ein Gespenst,wie der Geist einer erschlagenen Mutter, das Christenthum vonseiner Wiege an höhnend und drohend begleitete.» Aberwir wollen hinabsteigen zu den freien Handlungen der Menschen,tief hinab zu der sumpfigen Gegend, wo all das häßliche, giftigeSchlangengezücht wohnt, das bösen Dunst verbreitet, so vielenunschuldigen Geschlechtern das Dasein verbittert und sie um denPreis ihres Lebens prellt, r Vormals hatte man aus Glaubens-wuth Juden und Ketzer verbrannt aber weil dieses unmenschlichwar, kann es nicht menschlich gerichtet werden. Man beraubtedie Gemordeten, denn das Fett der Schlachtopfer war stets derLohn der priesterlichen Dienste. Aber jetzt, da auch der ruchlosesteHeuchler nicht zu sagen wagt, daß er die Juden wegen ihresGlaubens verfolge, womit wird jetzt die Bosheit beschönigt?" 0Es wird mit der schamlosesten Heuchelei gegen die Juden zuWerke gegangen, es werden lügnerische Behauptungen niitsolcher Keckheit geführt, daß selbst Gutgesinnte dadurch getäuschtwerden, weil sie nicht glauben können, daß man sie so plump be-trügen wolle. ? Darum will ich die Thoren entlarven und denBösewichtern ins Angesicht leuchten.» Sie werden lärmen undschwirren, wie die aufgeschreckten Nachteulcn."Das aufgeklärteVolk wird einsehen lernen, daß es das Schlechte nicht einmal zuseinem eigenen Vortheile beging, sondern daß es das unredlich Er-worbene einigen unersättlichen Aristokraten überlassen muß." gIn dem letzten Jahrzehnte vor der französischen Revolutionwurden von deutschen Staatsgelehrten, wie für die Gesetzgebungüberhaupt, so auch für die bürgerlichen Verhältnisse der Judenmenschlichere und verständigere Grundsätze aufgestellt, und dieFranzosen begannen ihre Staatsumwälzung damit, daß sie dieseGrundsätze ins Leben einführten. In Westfalen, dem Großherzog-thum Frankfurt und in andern deutschen Ländern, wo zur Zeitder Napoleon'schen Herrschaft französische Regierungsart sich geltendgemacht, wurde die Rechtsgleichheit^ der Juden mit den übrigenBürgern verfassungsmäßig aufgenommen. Es geschah dieses ohne