Druckschrift 
Zwei Buschmänner
(Börne und Heine)
Entstehung
Seite
10
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10 Börne und Consorten,

wie die Bäume des Südens zugleich Blüthen und Früchte tragen,den Frühling mit dem Herbste verbinden, zugleich Christ undHeide sein und dann wird der Himmel sein überall,wo ein klares Auge ist, ihn zu erkennen"

1. In diesen Expektorationen über das Heidenthum undChristenthum erweist sich am Probirstein der Geschichte, derLogik und der Theologie Börne als ein jüdischer Sprach-gaukler erster Größe, In welcher Eigenschaft spricht er?Als Jude? Ja, nur immer als Jude, aber den Judeneskamotirt er; er redet von den Christen oft als sie: da sprichtder Jude; dann aber als wir: da eskamotirt sich der Judezum Christen, um gegen das Christenthum als unpar-teiischer Richter nmsomehr seiner Galle Luft machen zu können.Er ist nach Grätz Christ geworden, um in dieser Ver-kleidung den Feind um so sicherer vernichten zu können,

2.Die Sittenlehre des Heidenthums ist uns zu engegeworden, wir sind ihr entwachsen." Wer sind denn diesewir? Wie haißt: enge? und wie haißt: Sittenlehredes Heidenthums? Wer ist entwachsen?Wir lebennicht ohne Sittlichkeit, aber ohne Sittenlehre." So?Diese Sittlichkeit ohne Sittenlehre, die hat ein sauberesAussehen. Dann spricht Börne nichts von einem Sitten-gesetz; Lehre und Gesetz sind zweierlei: das Christenthumhat ein Sittengesetz, das Gesetz hat eine Verpflichtung,Der Gesetzgeber muß eine Autorität haben,

3.Die Heiden starben in Unschuld und Unwissen-heit wie die Kinder, und die Kinder stehen dem ThroneGottes am nächsten."

Das ist echt jüdischer Ladenschwung und Kaffeehaustheologie,Auch die Heiden hatten eine Verantwortung für ihr Leben,denn es gibt auch einen Gnadenquell, der im Gewissen auf-strömt, der den Menschen, welcher außer dem sichtbaren Lebens-kreise der Kirche steht, mit Sehnsucht nach Gott und Erlösungerfüllt. Die Lehre von der Begierdtaufe und Begierdbuße zeigt,daß die Kirche ihre Grenzen zum Wohle aller Jener, die ihrim guten Willen eigen sind, in weiten Kreisen hinausgezogen hat.Wer wagt es, dem guten Willen desjenigen gegenüber, der ohneseine Schuld außer dem formalen Lebenskreise der Kirche steht,die Marken der Kirche abzustecken, ihre Grenzen zu bestimmen?