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Aus dem Leben Heinrich Heine's
Entstehung
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kann ich meinen unendlichen Schmerz hinabwälze».Wie erbärmlich scheint mir jetzt das Wissen inseinem Bettlerkleid. Was mir einst durchsichtigeKlarheit schien, zeigt sich mir jetzt als nackte Blöße.

Werdet wie die Kindlein" lange wähnte ichdies zu verstehen, o ich närrischer Narr! Kind-lein glauben. Heine.

Schon behnahe ein Monath liegt dieser Brief inmeinem Pult^); da ich erst nach Ddorf geschriebenhabe um zu wissen, ob Du schon weggereißt. Soeben erhalte Deinen lieben Brief. Bei Gott! alleFreuden sind mir noch nicht abgestorben. Verzeihmir guter, edler Christian, ich habe Dich zwar immervon ganzer Seele geliebt, aber auch oft, vielleichtimmer verkannt. Dein Stolz erlaubte Dir demarmen Harry dreymahl zu schreiben, ohne zu wissen,ob Du vielleicht Antwort erhallst? Nun, bey Gott!der arme Harry ist so arm nicht mehr! Aus demBrief wirst Du sehen wie mir ums Herz ist; istnoch immer so. Aber ich trage den Schmerz jetztviel männlicher. Ich fühle aber ein inneres Er-sterben; auch Poesy verschwimmt in blasse Nebel-

") Der Poststempel zeigt: Hamburg, SV November.