einmal, wie Göthe in dem bekannten Sonett, fürseine Liebe einen bestimmten Zeitpunkt, und zwar dasJahr 1817, in einem Gedichte (XVI, 216) ausdrück-lich genannt. Jetzt sehen wir aber: schon drei Jahrefrüher, wahrscheinlich in der Heimath des Dichters,hat diese Leidenschaft ihre ersten Wurzeln geschlagen.Byron, welchem Heine sich zu vergleichen liebte,war wenig jünger, als eine ähnliche, unerwiderteNeigung für sein Leben und Dichten entscheidendwurde. Vielleicht mag der Dichter im einen wieim andern Falle nicht verloren haben, da es nachden Erfahrungen mehrerer Jahrtausende nicht zuläugnen ist, daß die Muse der unglücklichen Liebesich weit günstiger zu erweiseu pflegt, als der glück-lichen. Aber wie theuer diese Gunst erkauft werdenmußte, wie gewaltig das jugendliche Herz in seinenTiefen erschüttert war, davon zeugt der folgendeBrief:
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