Druckschrift 
2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
198
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und g6 Pfund Messing vermischt. Zu Bereitung des leztern wirdin große Sckmelzticgel aus feuerbeständigem Thon zu untcrst dermir Kohleugestübbe vermischte ilare Zink geschüttet; auf diesenkommt eintrage sehr schwache Kupferbleche, und so abwechselnd,biö der Schmelztiegel voll ist, den man zulezt mit einem genaupassenden Deckel verschließt, Sechs bis acht dergleichen Tiegelwerden in eben so viel Seitenvffnuugen des kegelförmigen Wind-osens gesczt, in welchem man das Feuer vermittelst des oben be-findlichen kleinen Zugloches regieret. Nach r2 bis rg Stundenwird das geschmolzene Messing in einen großer» in der Mitte desOfens stehenden , Tiegel zusammen gegoßeu, durch nochmaligesSchmelzen gereiniget, undals Zaine (Ilugok), Bleche oder Drathabgeliefert. Zu lezterer Bestimmung wird das Messing zwischenzwei steinernen Tafeln von Granit, die durch eiserne Bänder zu-sammen gehalten werden, in Z Lin. starke Tafeln gegossen, 2 Zollbreite Streifen daraus geschnitten, und diese unter einem Hammergestreckt. Um dem Messing eine hellere Farbe zu geben, wird esmit destillirter Holzsaure oder mit einer Auflösung von Alaun undWeinstein in Wasser gescheuert, und, nachdem es 6 Stunden indieser Lauge gelegen. beschabt.

Metalle (motaux) machen eine besondere Hauptgattung derKörper aus, deren auszeichnende Eigenschaften Undurchsichng-keit, Glanz, betrachtliche eigenthümliche Schwere, und Unauf»lösbarkeit im Wasser sind, zu denen bei einigen noch eine vorzüg-liche Zähigkeit und Geschmeidigkeit sich gesellet. Ihr allgemeinerNutzen im menschlichen Leben ist bekannt; die Geschutzkuust beruhetfast ganz allein auf ihrer Anwendung zu den mancherlei Waffen,Geschossen und Kriegswerkzeugen; ihre Kenntniß nach Maafigabeihres mchrcrn oder mindern Gebrauches ist dem Artilleristen un-entbehrlich.

Alle Metalle lassen sich in irdenen Gefäßen nuter verschiedenerTemperatur, d. h. theils vor dem Glühen, theils nach demselbenschmelzen, wobei die meisten sich unter einander verbinden. s S,Legiren ) Einige werden erst weich, und lassen sich durch Hämmernzusammen schw rissen, andere vereinigen sich, obgleich nurEinS von ihnen fiühig ist. Die meisten Metalle sind feuerbe,ständig und nur einige wenige flüchtig, doch verbrennen allesin Sauerstoffgas, bald durch stärkeres, bald durch schwächeres Feuermit Flamme und Knistern, indem sie mehr oder weniger Licht undWärmestoff entwickeln, und den Sauerstoff verschlucken, wodurchSauren und gesäuerte Metalle entstehen,

Man findet sie im Schooß der Erde bald mit einander, baldmit andern verbrenulichen Körpern verbunden oder auch vrydirt,theils in großen Massen und Gängen, theils in Trümmern undeinzelnen Stücken, theils endlich als Jnerustatiouen an andere Kör-M gehangen, Geschmolzen und laugsam erkaltet, krpstallisiren