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2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
191
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Mar 591

Falle werden alle Pferde abgespannt, und zwei Mann bestimmt:die Deichsel zu führen, um dem Wagen das Gelenke zu geben.

Da mit beladenen Wagen und wenn jedes Pferd mehr als402 Pfund zu ziehen hat, ein nur einigermaßen beträchtlicher Zugin to Stunden nicht mehr als Z Meilen bei gutem Wege, bei! üblem hingegen wohl kaum 2 Meilen zurücklegen kann ; laßt sichdaraus auch die Länge des Marsches bestimmen. obgleich hier öf-ters auch der Drang der Umstände gar sehr in Betracht kommt.Zu dem Auffahren des Trains wird ein Platz ausgesucht, wo die-ses Manduver sowohl als der Abmarsch des folgenden Tages ge-schehen kann. ( S. Aufmarsch und Lager.) Sobald die Wagenaufgefahren sind, werden die nöthigen Wachten ausgesezt. dieniemanden fremdes sich nähern lassen; alsdann wirb Brod undFutter ausgegeben, und genau darübergemacht: daß die Knechteihr Zugvieh g hörig füttern, damit es in gutem Stande bleibt,den Marsch fo.e zu setzen. Alles, was unterwegs beschädiget oderzerbrochen ist, wird ausgebessert oder durch ein anderes Stück«rsezt, wenn es die Zeit und die Beschaffenheit des beschädigte»Stückes gestattet; anstatt der verlohrnen Hufeisen werden neueaufgeschlagen; mit einem Worte : es werden alle Verfügungengetroffen, welche zur Erhaltung und langern Dauer der Fuhr-wesen dienen. Der Marsch für den folgenden Tag wird zugleichso angeordnet: daß man nach Beschaffenheit der Lange des WegeSeinige Stunden früher aufbricht, um besonders im Sommer diegroße Hitze zu vermeiden. Nachtmarsche sind jedoch ohne dringendeNoth nicht zu unternehmen, weil sie bei schwerem Fuhrwesen und nichtganz vorzüglich gutem Wege tausenderlei Unfälle nach sich ziehen,und selbst ohne diese den Marsch allezeit länger und beschwerlichermachen. Ware^nan dennoch gezwungen, in finstern Nächten zumarschiren ; müßen Pechfackeln und Laternen angezündet werden,um den Weg sehen und das Umwerfen der Wagen verhüten zukönnen. Sind jedoch die Nächte nur einigermaßen helle; ist esallezeit besser, ohne Licht zu marschiren, weil Pferde und Knechtedurch die Laternen und Fackeln geblendet, die Wagen um so leichterumwerfen werden.

4 ) lezteres ist den gewöhnliche unter der auf einem Marschsich ereignenden widrigen Vorfällen, mit dem sehr oft der wich,tige Nachtheil verbunden ist: daß durch die Schwere der Last einRad zerbrochen und man genöthiget wird, auS Mangel eines an-dern Rades die Laffete oder den Wagen fort zu schleifen. Einblos umgeworfener Wagen oder Geschütz läßt schleicht aufrichten,wenn man ein Tan an den emporstehenden Achsschenke! befestiget,und den Wagen durch eine hinreichende Anzahl Leute wieder herunterziehen läßt. An sehr abhängende» Wegen werde» jedoch nicht seltenKanonen und Haubitzen dergestalt umgeworfen, daß die Lasset«verkehrt auf den Rädern stehet, nnd das Rohr sich unter ihr