Druckschrift 
2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
189
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Mar i8y

Tabak rauchen, oder bei einem Halt! in der Nahe des WegesFeuer anzünden; vielmehr muß der Anführer dar Avantgarde alleFeuer auslöschen , und bei dem Marsch durch Dörfer oder Städtedie am Wege befindlichen Schmieden und andere Werkstatte derFeuerarbeirer verschließe» lassen.

Große Trains können und dürfen mchrentheils nur aufHaupt-skraßen marschiren, weil man auf diesen durch die Bequemlichkeit undLeichtigkeit des Marsches mehr gewinnt, als durch die kürzere Entfer-nung aufimpracticablen Wald- und Seitenwegen. Die Feidarcilleriehingegen, die dcnTruppeu überall folgen und ihre Maubuvres un-terstützen muß, ist oft genblhiget, durch die unwegsamsten Gegen-den zu gehen. Zu dies/n sind vorzüglich hohe und steile Gebirge zuzahlen, wo das Geschütz nur mit'Mühe und oft nicht ohne dieäußerste Anstrengung fortgebracht werden kann. Das gewöhn-lichere Mittel ist: mehrere Pferde vor zn legen; wozu man ent-weder die Vorrarhspfcrde anwendet, oder einen Theil des TrainSunten am Berge stehen läßt, um den andern doppelt und mehr-fach bespannen' zu können. Die bei dem Geschütz eingetheiltenArtilleristen schieben zugleich nach, und legen die Avancir-Scilean, um daran ziehen zu helfen. Von Zeit z» Zeit laßt man halten,um die Pferde ruhen zu lassen , und wenn der Zug lange dauert,ihnen ein wenig Heu zn geben, indem zugleich hinten ein Steinoder Holzstück vor die Rader gelegt wird, damit der Wagen nichtzurück rollen kann. Hat der Marsch schon einige Zeit gedauert,ehe man an den Berg kommt; ist es nothwendig: die Pferde EineStunde ruhen und dabei füttern und tränken zu lassen, damit sieKräfte sammlen, die schweren Fuhrwesen Bergauf zu bringen.

Bergab werden die Wagen nicht nur eingehemmt und die andem Vorverwagcn liegenden, oder sogenannten Riemenpferdeabgespannt, sondern es müssen auch nach Verhältniß der Last meh-rere Leutean dem Hemm- oder Schlepptau, ( S. diese Worte)das an die Hinterachse des Wagens oder an den Nothaken derGeschützlaffcten befestiget wird, wieder halten. Man ist dadurchgesichert: daß der Wagen nicht den Berg hinunter läuft, wcnnbei einem starken Schlage vielleicht die Brustkettcn der Stangen-vder Deichselpferde springen sollten ; denn mau gewinnt Zeit ietwas vor die Räder zn legen oder im Nothfalle einen Hebebaumgueer durch dieselben zu schieben, wodurch jeder Wagen angcn-blicklich festgestellet werden kann, obgleich dieses Mittel allerdingsden Nachtheil hat, öfters die Speichen zu zerbrechen.

Auf sehr seitwärts hängenden Wegen endlich muß an den Wa-gen ein Tan befestiget über denselben herüber gezogen und auf derandern bohern Seite von einer Anzahl Leute gehalten werden, dasUmfallen des Waaens zu Verbindern. Alle diese Mittel sind jedochimhohen und sehr steilen Gebirgen , wie die Alpen, Pyrenäen, ?c,nicht zureichend. Hier darf man nicht darauf rechnen: das Geschütz