LuS 175
und äusserlich mit einer willkürlichen Oelfarbe angestrichen werden.Der Theil .-V mus! weit genug sein, damit er über den Luntcnstockmit der darauf gewickelten Lunte geschehen werde» kann; die inL befindlichen Locher aber befördern das Fvrtbrenne» dcrleztern,damit sie durch den Mangel von Luftzug nicht ersticket wird. Dieganze Lange dieses Lu ntenvcrb erg c r s betragt 10 bis 12 Zoll;und eine an der Seite angebrachte , läppe E dienet: das Zündt-licht an der Lunte anzünden zu kennen, ohne dufte dem Regenaussetze» zu dürfen.
Luppensta.ch ist eine Gattung Schmclzstahl, die auf ge-wöhnlichen Fruschessen druck) die zufällige Wirkung des Feuers,jedoch nur selten völlig rein erhalten wird; gewöhnlich aber nochvieles Eisen beigemucht enthalt.
Lustkugeln ( b.eluns oder bombe« ck'artistcs ) sind kugelförmigoder zylindrisch mit einem kugelförmigen Boden, und werden mirverschiedenen Kunstfcurcn angefüllt, aus Mörsern geworfen. Manziehet die zylindrischen gewöhnlich den kugelförmigen deshalb vor,weil sie mehr Raum haben, und bequemer die Versezzung fassen,als diese.
Sie werden auf verschiedene Weise von Holz ober Karton ver-fertiget, weil jedoch die leztcreArt den Nachtheil hat: dem Dunstdes Mörsers nicht allezeit widerstehen zu können, wollen wirblosuns mit der erster» Art beschäftigen, und der andern blos bei-läufig erwähnen. Der Körper wird von gleichem, trocken, lin-denenem Holz ausgedrehet, so daß der untere Hintere Theil znbesserem Widerstand gegen die Ladung des Mörsers massiv bleibet,und blos ein Loch für den Brand bekommt ; wenn dieser nemlichunterwärts kommen soll. Die Dimensionen des Körpers nach demin y The>!e gerheilten Kaliber desselben, der der Mündung deSMörsers beträgt:
Ganze Länge der Lustkugel mit Einschluß der Abründung............... lis Diameter
Länge des abgerundeten Sroßbodens . . b —Tiefe des Hoble» Körpers...... 1" —
Holzstärke desselben ........ ^ —-
Innerer Durchmesser. ....... ? —>
Stärke des Deckels ........ A —
Das Aufreißen des Holzes zu verhindern, auch dem Körperm ehr Widerstand zu geben, wird er in der Hälfte in einer dazubestimmten Vertiefung, H Zoll breit, ^ Zoll tief, mit Schnüreeingebunden und geleimct. Man beleget hierauf den Stoß mit fei-nen Sehnen von Pferden oder Ochsen, nachdem mit einem spitzenStift dicht neben einander Löcher in das Holz gestochen und lec-keres stark mit Leim überstrichen worden. Die Sehnen werdenmit einem naß gemachten Schlägel angeklopft, und andere inkreutzender Richtung übergeleimt, bis der ganze Ueberzug gegen