I?6 Lust
z Lin. dick ist, worauf man dcu ganzen Körper mit starkem Drellüberziehet, leztere» mit Leimwasser einseifet und unten eine Stoß-plarre von starkem Sturzbleck auf nagelt.
Um die Lnstkugel zu versetzen, wird zu unterst auf dem Stoß-boden die Ausladung eingeschulter, und zwar
in die Achpfündige Lustkugel Z bis 4 Unzen Hekepulver
— Sechzehn — — 4 — 6 — —
— Zwei und dreißig — b — 10 — —
Auf diese Ausladung kommt ein aus starkem Karton geschnit-tener Hebespiegel, durch welchen au dem Rande herum Lochereingeschlagen und mit Anfcuerungszcug verstrichen sind, womitman auch den ganzen Hcbespiegel überziehet. Nachdem derHebe-spieqel oben mit Mehlpnlver bestreuet worden, setzet man in derMitten den gehörig angebohrten und mit Attiidtschnnre bezogenenBrand, und um denselben herum die zur Versetzung bestimmtenSchwärmer— mir den Köpfen unterwärts — ein. (SieheLran-der ) Der obere Raum über den Schwärmern so wie die zwischen-räume derselben werden mir Papierspähn ausgestopft, damit jenesich bei dem laden der Lustkugel sowohl, als während der Flug-bahn derselben nicht verschieben können. Wird der Bränder vonunren Angeschoben, muß er durch die Ausladung hindurch bis lZoll über den Hebespiegel gehen ; es ist jedoch bei dieser Stellungdes Brandes zu befürchten: daß die Heftigkeit der Pulverdunstihn ersticket, und die Lustkugel blind gehen macht. Dies kann nichtstattfinden, wenn der Brcuder von oben cingesezt und untenschräge abgeschnitten wird , wie bei den Landpatronen. Man zün-det in diesem Fall den Bränder vermittelst der aus derselben her,aus Hangenden Sropine und wirft die Lnstkugel mit zwei Feuern,wie man in den frühern Zeiten die Bomben zu werfen pflegte-
Soll die Lustkugel anstatt der Schwärmer mit Regenfeuer oderSternpnzzen versezt werden; nimmt man zu der Ausladung halbMehlpulver und halb Hekenpulvcr, schüttet die Versetzung "ringsum den Brander herum, und füllet den obern Raum vollends mitPapierspähu a». Der Deckel wird, wie bei den Laudpatronen,vorsichtig auf den Brander geschoben, in den für ihn ausgedrehetenFalz geleimet, und der Drellüberzug der Lustkugel oben zusammengereihet, geleimet uud mit schwachen Nageln befestiget. Znleztwird die ganze Lustkugel mit der oben beschriebenen Brandkütte(S. dies Wort) überstrichen.
Zu dem Werfen der Lustkugeln bedienet man sich gewöhnlichderFufimorser mit Zylindrischen Kammern , denen man auf jedeSPfund des wahren Gewichtes der Lnstkugel g Qnint. bis 1 LothHekenpulver zur Ladung giebt. Der Ueberrest der Kammer wirdmit einem dicht hinein gehenden Kammerspiegel, oder auch mitStroh ausgefüllet, das man mit einer Filzscheibe bedeckt. uud aufdiese alsdann die Lnstkugel gesezt, die mit ihrem obern Ende aus