Druckschrift 
2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
91
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Klip YI

Kupfervitriols, das essigsaure Kupfer (Acetats 6scuivi-s) als Grün spähn, und das wein saure Kupfer(Tartrite 6s Luivre) als Kupferweinfrcin bekannr sind.

Das Kupfer wird entweder gediegen, oder mit Schwe-fel, Eisen, Arsenik, Spießglanz. Silber. Kohlensäure undSalzsaure vererzet, gefunden.

Gediegen Kupfer (Luivre rmtik oder vierte) findet sichals Korner, Blättchen, Bäumgen oder haarförmig vorzüglich imSchiefer und einigen andern Steinartcn angeflogen. Es hatmchrentheils eine rothe Farbe. die aber bald grau und schwarz,bald braun angelaufen ist. Ist es durch Schwefelsäure aufgelbstin Gewässern; so wird es durch Eilen regulinisch niedergeschlagenund heißt dann Cementkupfer (Luivre prscipite). Es giebtdergleichen Cementmassen in Ungarn, Sibirien, Norwegen, aufdem Harz, und in Amerika,' Die übrigen Kupfererze sindnach Lenz:

Der Kupferglanz (Luivre üulkure) von grauer Farbe,die bald lichter bald dunkler ausfallt, und sich bisweilen etwasins Schwarze zieht. Er bricht in vollkommen sechsseitigen Säu-len, und in drei- oder vierseitigen Pyramiden, die sehr klein undglänzend sind. Er bestehet aus Kupfer mit Schwefel vererzetund einem geringen Antheil von Eisen.

Der Kupferkies (Luivre p^riteux) bricht entweder inPvramiden von drei oder vier Seiten, oder in sechsftitigen Ta-feln, oder auch in Pyramiden und Tafeln zugleich, die eine gelbeFarbe haben, und von sehr verschiedenem Kupfergehalt sind,denn sie geben von 4 bis 20 pro» Lte. Kupfer. Wann dieserKupferkies anfangt, sich in der Erde zu zersetzen, und einenTheil seines Schwefels verliehet, verwandelt er sich in

Buntkupfererz (p^riües ä gusue 60 paon), das mitmancherlei bunten Farben spielet, wie gehärteter Stahl, einenmetallischen Glanz hat, und sich auf dem Bruche wie kleine Mu-scheln zeiget. Roch weniger Schwefel enthalt:

Das Kupfer-Ziegelerz. das sich in erdigtes undverhärtetes unterscheidet (Luivre pxenteux bepatigus). Je-nes hac gewöhnlich eine hochrothe Farbe, und bestehet aus mat-ten, erdarngen, im Gefühl magern Theilen, die sich leicht zer-reiben lassen, und einen lhonartigen Geruch von sich gebe». DaSverhärtete hingegen ist von braunrother Farbe und muschelar-tigem, glänzendem Bruch. Seine Farbe wechselt nach Beschaf-fenheit des beigemischten mehr oder weniger» Eiscnochers ab,und ist im lezrern Falls Heller, im erstern aber dunkler, wo zu-gleich auch der Knpfergchalt geringer ist.

Rothes Kupfererz (Luivre exv<le rcm^e) brirbt in klei-nen Crystallen von hochrother Farbe, die sich wdoch bisweilenmehr den bleigraueu nähern. Auf dem Bruch ist es bald eben.