Druckschrift 
2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
90
Einzelbild herunterladen
 

yc,

das Schlagen derselben :c. müssen, wo möglich, jede in einembesondern Zimmer verrichtet werben; vorzüglich darf das Abwie-gen der Munition, das Anreiben der Sätze und das Bohren derRaketen nie an einem und eben demselben Orte geschehen. DerFußboden muß mir nassen Sag. zahnen bestreuet', und der Pul-verstaub von den Geraihschaften abgekehrt werden; auch dürfendie Arbeiter weder Hufeisen noch auch eiserne Nagel auf den Ab-sähen ihrer Schuhe haben. Bei dem Leimen muß der Leimtiegelvorher in eine Kufe mit Wasser geraucht werden, ebe man ihnau > der Küche in das Zimmer >Sgt. amit sich nicht etwa glim-mender Ruß oder Kohlen an seinen Füßen befinden.

An dem Orte, wo die Sätze unter einander gerieben werden,darf sich nicht mehr Pulver befinden, als nur eben zu dem vor-ge.ch iebenen Satze nöthig ist; die Mulden dürfen bei dem Schla-gen der Raketen und Brandrobren nur wenig Satz enthalten,und die P ü-eu und Fenster der zu diesen Arbeiten bestimmtenGemäuer müß-n immer offen stehen, aucv dürfen die lezternkeine cistraen Gitter haben, um die zufällig sich entzündendenKuu rfeuer sogleich hinauswerfen, und dadurch die weitere Ver-breitung des Feuers, wo möglich, verhüten zu können« DaSMagazin endlich, wo die vorräthige Munition an Pulver, Sal-peter, Schwefel und Kohlen aufbewahret wird, muß wenigstensZoo Schritt von dem Arbeitsorte entfernt scnii, und das Pulvernur in einzelnen Fässern nach kezterem gebracht werden. DieVerfertigung der verschiedenen Kunstfeuer selbst findet man unterden zugehörenden Artikel».

Ixupfer (Luivrs) ein sehr feuerbeständiges, strengflüsstges,dehnbares, klingendes Merall von rother Farbe, dessen spezifischesGewicht 7,880 bis y.ooo und dessen Zähigkeit im Verhältniß zumBlei wie 14,555 : 1 ist. Um es zu schmelzen, wird eine Weiß-glühhitze von 1450 Grad Fahren heir erfordert; es laßt sichdann mit allen Metallen — Uran, Titan und Tellurium ausge»nommen — verbinden, brennt mit einer blaiigrünen Farbe, undvrpdiret sich beim Zutritt der freien Luft schnell, indem es sichmit einem schuppigen Ornd, der Kupferasche, überzieht. Auchdie feuchte Luft verwandelt es in ein grünes Kupfervrvd. Durchdie Verbindung mit Schwefel auf dem trocknen Wege (d. h.durch Zusammenschmelzen) erhält man eine spröde, schwärzlicheMasse ; die Verbindung mit Phosphor aber ist weißgrau, spröde,hart und glänzend. Jene heißt Vchwefelkupfer (8u!5urssts L livrs > und diese: Phosphorkupfer (?hc>sp!mre äsOuiviw K Kali, Natron und Ammoniak, sowohl als die Säuren,Oele und Fettigkeiten losen tas Kupfer ans, und bekommen einegrüne Färb- von demselben. Mit den Säuren tritt es in chemi-sche Verbindung und bildet Salze, von denen das schwefelsaureKupf r (Zullats sie Luivre) sonst auch unter dem Namen des