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2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
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Kun 89

das Schießpulver oben an, das in seiner gewöhnliche» Gestaltzu den Ladungen der versezten Körper, zu den Schlagen :e. ange-wendet, als Mehlpulver (poulveriu) aber den Sahen selbsthcigeniischt wird. Man kann aus dein ode» angeführten Grun-des um die Satze stärker oder schwacher machen zu können, dereinzelnen Bestandtheile desselben, Schwefel, Salpeter undKohlen nicht entbehren. Die lczter» sind entweder zu Pulverzerrieben (Ki^remvrs) oder bloß gröblich zerstoßen, in weichemFalle sie Flammkohlen heißen. Da die Kohlen von hartemHolze bei gleichem Volumen mehr wiegen, als die weichen, mußman von diesen -z weniger nehmen als von jene». Der Erfah-rung zufolge soll eine Mischung von z bis h Unzen Koblcn aufjedeS Pfund Salpeter den stärksten Satz geben. Pech, und ver-schiedene Gattungen Harze sind vorzüglich wegen des Helgenund dauernden Feuers, welches sie gewahren , zu den Kunstfenernfür den Kriegsgebrauch nothwendig. Arabisch Gummiwird wegen seiner bindenden Eigenschaft bisweilen bei Verferti-gung des Regen-- und Stcrnfeuers gebraucht. Man erbalt esdurch Aufritzen der außer» Schale ans der Nimoss nüntica, woes nach und nach an der Luft erhärtet. Eine durchsichtige weißeFarbe und ein trocknes Gefühl sind Aeichen seiner guten Beschaf-fenheit. Kampfe r und Spießglas wird einigen Sätzen bei-gemischt, um eine helle lebhafte Flamme zu erhalten. Das Kien-Lein- und Theerpcntin-Oel werden andern zugcsezt, in Verbin-dung mit Pech und Harz das Feuer heftig, aber dabei langsambrennend zu machen. Um die Satze anzufeuchten, ohne sie inAbsicht ihrer Starke zu schwachen, dienet Weingeist, gewöhnlicherKornbrandtwein und bisweilen auch starker Weinessig. Au Ver-fertigung der Hülsen und Kbrper ist Papier und Karton oderPappe bestimmt, denen man ihre Festigkeit durch Leim und Klei-ster giebt. Verschiedene Gattungen Schnuren, Seile und Bind-faden , eiserner Drath, leinen Tuch und Hanfwerg sind eben-falls unentbehrlich. Die dazu nöthigen Geräthschaften und Werk-zeuge findet man Artik. Laboratorium aufgeführet.

Bei Verfertigung der Knnstfeuer überhaupt müssen die ein-zelnen Bestandtheile der Satze sehr genau abgewogen und —wenn es ihre Beschaffenheit verstattet, — ans dem Abreibebrctgut unter einander gerieben, oder im entgegcngcsezten Falle we-nigstens mir dein Borstwisch durch einander gekehrt werden. So-wohl bei dieser Arbeit, als bei dem Schlagen und Bohren derRaketen, dem Füllen der Patronen, :e. ist die Entfernung allerGelegenheit zum Entzünden der so leicht fenerfangenden Sub-stanzen, ein Hauptgegenstand. Kein Mittel, scheine es auchnoch so unbedeutend, darf unterlassen werden, wenn eS nurzum Aweck führet. Dr? vcrsch-e! enen besonderen Arbeiten desLaboratoriums: die Verfertigung der Hülsen- und Pattonensacke,

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