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1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
135
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Gas

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wird rein nur als Gas gefunden, das sich zn der atmosphärischenLust wie 1,7z zn 1,000 verhalt, nicht kristallisirbar ist, aber sichleicht mit dem Wasser vermischt, und so die liquide Salzsaurebildet. Es ist ungefärbt und durchsichtig, von sehr saurem Ge-schmack, und röthet die Lackmustinktur stark.

16) Wird die Salzsäure mit Metalloryden — vorzüglichBrannstein — zusammen gebracht; so cutzieht sie ihnen einen Theilihres Sauerstoffs, vereiniget sich mir demselben, und stellt dieorydirte Salz saure dar (aeillemuriatigue ox^geno), dieals ein gelber Dampf von sehr scharfem Geschmack und Geruch er-scheinet, der durch seine azende Scharfe das thierische Leben schnellzerstöret. Eben so heftig wirkt sie auf die Farben, die durch siegänzlich verschwinden und nicht wieder herzustellen sind. EinLicht br.nut in dieser gasförmigen Säure mit dunkler Flammefort, und wird sie bis über erwärmt, entzünden sich derPhosphor, die Schwefelverbin uugen, einige Metalle n. a. Kör-per darinnen von selbst. Wa ' serstoffg a S bildet mit ihr eineKuallluft. In der Kälte verdickt sie sich zu kleinen, im Wasserauflösbaren, an der Lust zcrfliessenden, und in der Wärme sichausdehnenden Krystallen. Vom kalten Waffer wird sie noch ge-schwinder als das kohlensaure Ga s^eiugcschluckt.

17) Keine der hier aufgeführte» Gasarten erleidet jedochdurch die Beimischung fremder Stoffe so mancherlei Veränderun-gen, wie daS atmosphärische Gas oder die gemeineLuft (air commun). Ihre ursprünglichen Bestandtheile sindzwar blos o.2g bis Sauerstoff, 0,7z Stickstoff, o,oi Kohlen-stoff und eine nicht zu bestimmende Menge Wärmestoff, weil die-ser unwägbar ist (S. Heuer) ; allein die stets in der großen Werk-stücke der Natur vorgehenden chemischen Prozesse, die Eährung,die Fäulniß, die Gewitter :e. entwickeln aus den verschiedenenKörpern bald die eine, bald die andere der vorerwähnten luftför-migen Flüssigkeiten, die sich dann mit dem atmosphärischenGas vermischen, und mancherlei Zusammensetzungen bilden,die jedoch blos zufallig sind, und nicht unbedingt zn dem Wesendesselben gehören. Dasselbe findet auch in Absicht des elektrischenund magnetische» FluidnmS statt, deren Daseyn wir aus den be-kannten merkwürdigen Erscheinungen wissen, deren Entstehung,quantitatives Verhältniß n. s. w. uns aber völlig unbekannt sind.Die atmosphärische Lust ist wegen ihres Antheils von Sauer-stoff zu dem thierischen Leben, so wie zn Unterhaltung des Feuers,unentbehrlich; durch das eine wie daS andere wird ihr aber derSauerstoff entzogen, und sie zu dem Einathmen untauglich ge-macht. Ein gleiches geschiehet durch das Verkalken der Metalle,durch den elektrischen Funken, durch die Gabrung, u. s. w. wo-durch sie in ihrer Mischung vermindert und mit irrespirab lenGasarten überhäuft wird.

Gebirgsartilier e (^rcillerie sie moutagoe) ist bei der