Druckschrift 
1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

IZ4 Gas

von 20 s Stickgas lind 24; Sanerstoffgas erzeuget. Es ist

ungefärbt und durchsichtig , ebne alle Spuren von Saure, ver-bindet sich nicht mit dein Wasser, ist irrcspirabel und unterhaltdas Verbrennen nicht. Ein Winffelzvll wiegt 0,5469 Gra». Von derAuflösung des schwefelsauren Eisens wird es al'svrhirt, in der Be-rührung nur Sanerstoffgas aber verliert es sogleich seinen gasför-migen Zustand, und wird in salpetrige Sän r e verwandelt.

1 ) Last man daS eben erwähnte SalpetcrgaS über an-gefeuchteter Eisenfeile, Schwefelalkali oder salzsaurem Zinn ste-hen, bis es um ß seines Volumens verringert wird, oder lädstman glühendes Eisen über glühenden Salpeter streichen; so wirddas Salpetergas desorydiret, und man erhält orydirtesStickgas (oxz-sts ^n^eux st'i>?c>te), das ebenfalls irrespirabelist, und keine sauren Eigenschaften zeiget; aber das Verbrennenunterhalt, von dem Wasser absorbiret wird, und weder durch dieatmosphärische Luft noch durch das Sanerstoffgas einige Verän-derung erleidet.

iz) Die schwefügte Saure (acstste sulpstureux), dieauch Mit 'r dein hi amen der fl ü ch tig e n V i tr i 0 l - oder S ch w e-fc lsa u r e beka nit ist, wird durch langsames Verbrennen desSchwefels oder bei Zersetzung der Schwefelsäure durch glühendeKohlen , Sele und Metalle in Gasqcstalt erhalten. Sie hat einenerstickenden schwefligken Geruch und säuerlichen Geschmack; istschwerer, als die atmosphärische Luft, denn ein Würfelzoll wiegti,oz Gran, und ist gleich untüchtig zum Einathmen wie z» Un-terhaltung des Verbrennens. Sie zerstöret die Farben mehrererBigmenlc, bstdct, mir^Wasser vermischt, die flüssige schwefligteSäure, mit L-auerstoffgas aber erhizt, verdichtet sie sich zurSchwefelsäure. Sie enthalt 80 Theile Schwefel und 20 TheileSauerstoff.

14) Werden die Schwefelverbindungen mit Wasser gemein-schaftlich erhizt, oder die geschwefelten Metalle, Alkalien und Er-den durch, mit Wasser verdünnte. Sauren zcrsezt, so entwickeltsich die H y d r 0 t h i 0 » sä u r e (-reiste sipstrotkiianigue), die schonseit dem Anfange des achtzehnten Jahrhunderts unter dem Namender S chwcfellcberlnft, der hepatischen Luft und desge chwescltcn Wa sserstoffgaseö bekannt gewesen, abervon Trommsdorf zuerst den Säuren beigezählet worden. Siecrsche n t zwar in Gasform , und rbthet dann die Lackmiistinktur,wird a e von kaltem Wasser eingeschluckt, wodurch die flüssigeffJydro hionsäure entstehet. Als Gas hat sie einen starkenfauligen Geruch, und erhält weder das thierische Leben noch dieFlamme; ist aber für sich sehr entzündlich, denn sie bildet mitSanerstoffgas eine Knallluft. Aus den mit ihr geschwänger-tem Waffr wird sie durch konzentrirte Salpetersäure älS Schwefelnie e g schlagen.

ifl! Die vollkommene Salzsaure (neuste niurlntigue)