Gas
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Gewicht verhält sich zur atmosphärischen Luft, wie z : i. ImKalkwasser wird eö niedergeschlagen, und dadurch der Flußspathwieder hergestellt.
7) Das Ammoniak-Gas (AU? ammaniaoal) zeichnetsich ganz besonders durch seinen starken Geruch und durch seinenscharfen äzendeu Geschmack, sowie durch seine außerordentlicheFlüchtigkeit ans, welche leztere ihm auch den Namen des flüch-tigen Alkali erworben hat. Es wird aus einer Mischung vonreinem Kalk, Natrnm oder Kali mit salzsaurem Ammoniak (oderSalmiak) erhalten; färbt den Veilchenfaft grün und das mitFernambuck gefärbte Papier roth; ist gänzlich irrcspirabel undbrennende Korper verloschen darinnen; bildet aber, mir atmosphä-rischer Luft vermischt, eine Knallluft, die mir einer schwachenFlamme verbrennt. Vom Wasser wird dies Gas völlig und au-genblicklich verschluckt; Eis zerfließt in demselben und absorbiretes alsdann, Ein Würfclzoll desselben wiegt 0,2748 Gran, undin einer sehr niedern Temperatur (von zo" biszZ°) kristallisirctes sich nadclformiq. Nach Vertheilet soll es aus zo,E6 Stick-stoff und >o,g4 Wasserstoff bestehen.
8) Verbinder sich ein kleiner Antbcil Phosphor mit Wasser-stoffgas ; entstehet daraus das ph 0 sph 0 rischc Wasserstoff-gas (ga?: d^cirngens plroimkmreux), das einen unangenehmenF schgeruch hat, sich bei ciner'allmähligen Vermischung mir Saucr-steffgas zersezr, und dabei eine hell glänzende Flamme zeiget. -
8) Wirkt hingegen Kali oder Kalk gemeinschaftlich mit Phos-pbvr auf das Wasser, entstehet P h 0 s p h 0 r - W a s s cr st 0 ffg a skpu? lrzNra^ens pbospkicirö) das einen dem vorhergehenden ähn-lichen Geruch hat, und ebenfalls bei dem Autritt des Sauerstoff-gases, ja schon bei Berührung der atmosphärischen Luft, mit sehrgroßer Heftigkeit sich entzündet. Auch die gasförmige orvdirteSalzsäure macht es mit einem Knall verbrennen ; die' übrigenGasarten hingegen werden nicht davon verändert und entzündenes nicht; das Wasser endlich löst, nach Berthollet, nur o,rdavon auf. Zu der gemeinen Luft verhält es sich in Absicht sei-nes Gewichtes wie 20 : 10; es rothct die Lackmustinktur nicht,und zeiget überhaupt keine Spur einer Säure. Zum Eiuath-mcn ist es völlig unbrauchbar, denn es tobtet die Thiere augen-blicklich.
iO) Aus den Salpetersauren Salzen. wenn sie mit Schwe-felsäure übergössen werden, erhält man die Salpetrige Säu-re (aciäs nitrsux) oder die Salpetersaure Luft in Gestalt rotheroder orangefarbener Dämpfe, die sich mir dein Wasser vermischen,schwerer als die atmosphärische Luft sind, und diese desorydircn.
ri) Das eigentliche Salpeter-Gas nitrsux) aberwird durch die Zersetzung der Salpetersäuren Dämpfe vermittelstglühender eiserner Röhren, durch Auflosung der Metalle in derSalpetersaure und endlich durch das Elektrisiern einer Mischu.>g