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1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
131
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Gas

Kiglcick? die Stelle der Nohrgen vertreten, um den Ladestock inseiner Rinne fest zu halten.

GaS (gax oder stuicie« aöriformos) sind unsichtbare elasti-sche Flüssigkeiten, welche ihre Federkraft bei jedem möglichenGrade der Compression und in allen Temperaturen behalten, wo-durch sie sich von den Dampfe» und von den tropfbarenFlüssigkeiten n. d. gl. unterscheiden.

Man kennt gegenwartig mehrere Gasarten, deren einigebei den Erscheinungen des entzündeten Schiespulvers sehr we-sentlich mitwirken,

1) Unter ihnen stehet das Sanerstoffgas (^as

ne) oben an, das von frühern Naturforschern mit dem Namender dephlogistische u, der reinen, der Feuer- oder Le-benslust belegt wird, weil cS zu dem Verbrennen der Körper,wie zu dem thierischen Leben, durchaus unentbehrlich ist. Es wirdvorzüglich bei dem Glühen des Salpeters, des Braunsteins unddes rothen Quecksilberoryds erhalten; hat weder Geruch noch Ge-schmack; verbindet sich mit der atmosphärischen Luft ohne alleweitere Veränderung, und wird von dem Wasser aufgenommen,aber auch durch bloßes Schütteln oder Erwärmen wieder geschie-den. Ein Würfelzoll dieses Gases wiegt 0,50694 Gran. WerdenKörper in demselben verbrannt, so absorbiren sie wahrend VeSVcrbrennens das Sanerst 0 ffga s. Einige erzeugen dabei eineSäure, und der Prozeß heißt dann eine Orpg e n ir u n g, an-statt daß er im entgegcngcseztcn Falle eine Orydir u n g genanntwird. Die atmosphärische Luft wird nur allein durch dieses Gaszu dem Einathmcn und zu dem Verbrennen geschickt gemacht.

2) Das St ick stoffgas (>zas a^ute) ist der zweite Be-standtheil der atmosphärischen Luft, und wird zuweilen auch p h l 0- .gistisirte oder mcp hitische Luft genannt. Dieses ist inAbsicht seiner Eigenschaften dem vorhergehenden Sanerstoff-gas beinahe gerade entgegengesezt; denn es dienet weder zurRespiration des thierischen Lebens, noch zum Verbrennen der Kor-perz beide Verrichtungen können in ihm nicht statt finden. OhneGeruch und Geschmack wird es weder von der atmosphärischen Lustnoch von dem Wasser verändert, obgleich es sich mit ersterer inallen Verhältnissen vermischt-. An sich enthält es zwar keine Sau-re, tritt es aber mit dem Fencrstoff in Verbindung, so entstehetunter gewissen Verhältnissen eine wirkliche Saure. Es wird ansallen Substanzen erhalten, welche der atmosphärischen Luft denSauerstoff entziehen, wie Phosphor, Schwcfelalkali w. DasGewicht eines Würfelzvlles ist 0,44 Gran, und sein Verhältniß

in der atmosphärischen Luft zum Sauerstoff nach v. Humb 0 ! dtsErfahrungen wie 74,5 zu 2Z,Z.

g) Das K 0 h l e n sa u r e Gas sgw2 acille carbcmigue) wirddurch das Verbrennen der Kohlen inSäurestoff erzeuget; ist w. der

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