Druckschrift 
1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
115
Einzelbild herunterladen
 

For

"Z

Hat man nun den Sand auf der Sandbank — einer auseisernen Platten bestehenden Tafel — durch hinein gelegte glü-hende Stucke Roheisen getrocknet und halb gebrannt, wird ermit s feinem Kohlenstaub von hartem Holze vermengt, durch einfeines Drathsieb geschlagen, mit Thonwaffer angefeuchtet, undmit dem M engeholz so lange bearbeitet , bis er sich ballenlaßt; worauf er in Tröge gethan, und zum Formen angewendetwirb. Es ist jedoch nicht nöthig, stets frischen Kohlenstaub hin-zu zu thun; sondern der schon gebrauchte Formsand wird mit ei-ner vcrhältnißmaßigen Menge reinen, weißen Sandes vermi,cht,durch ein feines Sieb geschlagen, angefeuchtet, und auf die ebenbemerkte Weise bearbeitet»

Die eisernen Kasten sind wie anderes hohles Chablonguß-wcrk in Sand gegossen; der zu den Schildzapfen bestimmte hatzwei herausstchcnde Arme ?. kig. z., in welche alsdann jene ge-formt werden. Die Handgriffe ^ und die Vereiiiigungöbvlzenelä werden rothglühend eingesezt.

Bei dem Einformeu wird zuerst das Modell des Stoßes Xkix;. i. Tab. IX. mit seiner weiten Oeffuung g auf ein, dazu miteinem besondern Einschnitte versehenes, Brct, hierüber aber derzugehörende Kasten (Lawss) E» gestürzt, und mit deii Bolzencc in die Löcher desselben befestiget, damit beides seine Stellungunverrückt behalt. Man dämmet nun die Form mit Sande ein,so daß man von demselben nur wenig schüttet/ und jedesmal mitden Dammh blz ern (battes) dreimal herum — doch mehr ge-gcn den Kasten, als das Modell zu, andrücket. Wenn man biszur Traube I kommt, wird diese aufgesezt, und bis an die Ober-flache des Kastens, d. h. bis zu ihrer Mitte eingedämmt. Nach-dem man nun den Ansatz l. uebst den Flügeln 2. auf die Traubebefestiget, und die Oberfläche des Sandes m m mir sehr feinemKohlenpulver bestreuet hat; wird der zweite Kasten L aufgesezt,und mir Formsand? vollgedämmt, den man zulczt mit einem höl-zernen Hammer festschlägt, und den Boden X darauf deckt. Mandrehet jezt die Form um, drückt den Sand bis an die weite Flächedes Kastens L fest ein, überstreuet ihn mit Kohlenstaub und seztdas Modell des Bodenstückes k, nebst seinem Kasten 1> darauf.

Da dieser Theil der Form bei dem Guß unten.stehet, mußer vorzüglich fest geschlagen seyn, um der Gewalt dcS einströ-menden Metalls hinreichend widerstehen zu können, denn dieobern Theile dürfen blos mit dem Dammbrct eingedrückt werden»Zu Erleichterung der Arbeit bei der immer wachsenden Höhe derFormen läßt man die ersten Kasten in eine Grube hinab, hebtalsdann die folgenden herunter, und sezt die untern bei Seite, sowie die obern fertig werden.

Die Schildzapsen sind in V an das Modell angeschraubt.Sie werden in den Ansätzen der Form VV kig. 2. und ? Z.-von außen geformet, dann aber mit Platten bedeckt, und diesS

H q