Druckschrift 
1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
114
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H4 For

Zu besserer Verbindung haben die Abtheilungen des Modellseinen übergreifenden Falz, der einige Linien tief ist und ein plusder Lange ausmachet, damit die leztere von zwei zusammen ge-seztcn Stücken nicht überstiegen wird. Der Zündgürtel (astra-Aale) darf nicht aus Einem Stück bestehen, sondern er wird vondrei schräge geschnittenen Stücken r. s. t. ti^. 4. formiret, deren je»des besonders ausgeschraubt ist x, damit sie sich leicht auseinan-der nehmen lassen, welches mit dem Stück r zuerst geschiehet.

An dem Modell der Traube I. ÜA. i. befindet sich ein vierecki-ger Ansatz i mit seinen beiden Flügeln 2, mit dem das Rohr indie Bohrmaschine eingespannt wird. Der Knopf I paßt vermit-telst eines Vorsprnnges in den Falz desBodcnstückes X, wie alleübrige Stücke des Modells. An dem Zündfclde 1^ befinden sichzugleich die Bodenfriesen zz; und wird an dieses Stück der Zünd-gürtel x angeschraubt. Das Zapfenstück N bildet durch seinenFalz die Friesen des ersten Bruches 4 4; das lange Feld U aberdie Friesen des zweiten Bruches. Auf dem obern Ende diesesStückes ist ein Einschnitt, um den Ring ? darauf schieben zu ton-nen , der äusserlich die Dimensionen des Halsbandes hat. DerKopf bestehet aus zwei Stücken «I und K, auf die zulezt dasModell des verlohnten Kopfes gesezt wird.

Der Formsand (8able) ist ein feiner, mit Thon vermeng-ter Sand , dem man beim Gebranch Kohlenstaub zusetzet, damiter die nothigen Eigenschaften eines guten Formsandes er-halt; d.h. die feinen Eindrücke des Modells annimmt; 2) gutstehet und einen leisen Stoß von den Kasten vertragt; und z) sichnicht mit dem flüssigen Metall verbindet. Der Kiesel — dasvornehmste Bestandtheil des Sandes scheint zwar diesem Endzwecknicht zu entsprechen, weil er in der Verbindung mit Thon sichdurch die Hitze des flüssigen Metalls leicht in Glas verwandelt,und dadurch die Anssenseite des gegossenen Stückes verdirbt. Al-lein er ist nothwendig, um dem Formsande die nothigenZwisckenräume zu verschaffen, durch welche die sich entwickeln-den Dampfe entfliehen können; nicht minder würde der Form-sand ohne ihn zu weich und zu leicht werden. Die Beimischungdes Thones wird dadurch erhalten, daß man in dem Wafier,welches zu dem Anfeuchten des Formsandes dienet, eine gewisseMenge Thon aufloset; wodurch der Formsand besser stehet, undauch die feinsten Eindrücke annimmt. Zu viel Thon aber würdeden F 0 r m fand zu dicht und unbrauchbar machen. Der K 0 h-lenstanb stehet gleichsam zwischen den eben angeführten beidenBestandtheilen des Formsandes mitten inne, nnd benimmt ihnenihre nachtheiligen Eigenschafren. Ja, sein Einfluß ist so groß,daß er selbst dem grellen Roheisen eine glatte Oberflache giebt,wenn man ihn vor dem erster» auf dasselbe streuet, weil sich einTheil desselben mit dem Eisen verbindet, und es in gahres oderhalbirtcS Roheisen verwandelt.