Druckschrift 
Untersuchungen von den Stein- und Staub-Niederschlägen und den damit verwandten Meteoren : eine Inauguralschrift
Entstehung
Seite
78
Einzelbild herunterladen
 

78

unbegreiflicher, als die zu nächst unter der Schale lie-gende Haut, gleich der Epidermis, oxtravüsüularis ist,und sich außerde»»» in der OssificationSperiodo durchAustrocknuirg zun» größten Thcil von der Schale los-macht. Wenn also die Kalkerde nicht im Ei vorhan-den ist, und auch nicht von der Eischale herkommenkann, so folgt daraus nothwendig, daß sie erst in dergenannten Periode durch den Lebensproceß aus andereneinfacheren Stoffen zusammengesetzt wird. DieserSchluß, »reichen auch Berzelius (Lehrbuch der ChemieZV. Bd. I. Abth. p. 547) für annehmbar halt, wird»och mehr durch die Beobachtung bekräftigt, daß einin eine»»» Käfige eingeschlossenes, und nur mit Gersten,oder Korn gefüttertes Huhn jeden Tag ein Ei legt,»reiches eine beträchtliche Quantität Kalk, Schwefel undPhosphor enthält. Diese Stoffe können in solcher Men-ge nicht einzig und allein von der Nahrung herkom-men, sondern der größte Theil davon muß wirklich vonden» Lebensproccsse gebildet »verde»».

L) Zu demselben Schlüsse führen uns die Versu-che von Schräder, Braconnot und Greifs, »reiche inverschiedene Pulver, in Schwefelblumen, reine Kiesel-erde, Blcioryd u. a. in., deren Zusammensetzung dieChemiker als richtig bekannt ansehen, Saamen vonKresse säeten, dieselben unter Glasglocken keimen lie-ße»», und mit destillirtem Wasser immer begossen. DiePflanzen kamen fort, wurden von Zeit zu Zeit geschnit-ten, und lieferten auf die Art eine beträchtliche Quan-tität ihres Gewächses, welche getrocknet und verbranntwurde. Die aus einer einzigen Drachme dieser Saa-men entstandenen Gewächse ließen durch ihre Berbren-