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Untersuchungen von den Stein- und Staub-Niederschlägen und den damit verwandten Meteoren : eine Inauguralschrift
Entstehung
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Die größte Seltenheit der klebrigen, haarichten undmembranartigcn Niederfälle, welche sich meistens in ei-ner Zeit zutrugen, wo weder die analytische Chemieausgebildet, noch der Alles prüfende Geist der späterenZeit wach war, ist die Ursache, daß wir die chemischeBeschaffenheit derselben bisher sehr wenig kennen. AnSden physischen Zeichen, welche unS die Berichte von denBegebenheiten selbst überliefern, dürfen wir mit großerWahrscheinlichkeit schließen, daß jene Materien, wennsie anders wirklich von oben herabfielen, ans Schwefel,Kohlenstoff und anderen organischen und unorganischenBeimischungen bestanden. Die mit einer Feuerkugel imJahre 17L9 den 8. März in der Oberlausiß niederge-fallene Materie war, nach den darüber erhaltenen Be-richten gelblich, ölig, klebrig, zäh und elastisch. AmFeuer entzündete sie sich leicht, brannte wie Kamphcrund hinterließ eine zarte Kohle. Wenn man sie schmelz-te, so wurde ein klebrig harziges Wesen daraus. ImWeingeist und Baumöl löste sie sich nicht auf. Ter-pentinöl löste nur einen Theil davon, und zwar mitMühe auf. Bei der Auflösung der Materie in Schwe-felsäure erhielt man eine braune harzige, klebrige Sub-stanz, und durch Kali ließ sich ein Pulver niederschla-gen, welches getrocknet gelblich und der Materie selbstahnlich war.

Nachdem ich nun die Haupterscheinungen, welchebei den Stein- und Staubniederfällen Statt finden, soviel cS unS bisher bekannt ist, geschichtlich dargestellt,und die physischen Charaktere und chemischen Bestand-tbeile der herabgefallenen Massen selbst, wie dies allebisher gemachten Analysen zeigen, angegeben habe.