sah auf, alles naturmäßig, d. i. erfahrungsmaßig zuprüfen, und keiner Angabe Glauben beizumessen, wel-che mit den erkannten Naturgesetzen nicht in Einklangstünde. Dieser an sich richtige aber sehr oft unrich-tig angewandte Grundsatz führte nun die Naturfor-scher zu einem, der Leichtgläubigkeit der alteren ent-gegengesetzten Fehler, nämlich zu dem Fehler, daß siealles das, was außer dem engen Kreise ihrer Natur-kcnntnisse zu liegen schien, geradezu als eine physischeUnmöglichkeit bezeichneten, und ohne sich vorher dieMühe geben zu wollen, dem Wahren, das in sovielen historischen Berichten über die Stein- undStaub-Niederschlage, was in gleichzeitiger, freilichseltenen, ahnlichen Wahrnehmungen enthalten war,nachzuforschen, die Frage darüber von sich ganz ab-wiesen, indem sie die Berichte für fabelhaft, die gleich-zeitigen Wahrnehmungen aber für eine Tauschung er-klarten. Gewiß soll man sich gegen Berichte, undselbst gegen Wahrnehmungen sehr in Acht nehmen,welche mit der erkannten Naturordnung in Wider-spruch zu stehen scheinen, und sein Urtheil darüberso lange zurückhalten, bis man mit der Sache insReine kommt. Sich aber in die Frage gar nichteinlassen wollen, sondern vor jeder Untersuchung die
Druckschrift
Untersuchungen von den Stein- und Staub-Niederschlägen und den damit verwandten Meteoren : eine Inauguralschrift
Seite
7
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten