Smith sagt im 2. Theile paZ. 102 in dieser Beziehungfolgende sehr zu beherzigende Worte:
„Das Verhältniß also zwischen den Summen, die als„Kapital angelegt und dann die als Einkünfte verzehrt werden,„scheint allenthalben das Verhältniß zwischen Fleiß und Müßig-„gang zu bestimmen. Wo Kapitalien das Ucbcrgcwicht haben,„da herrscht Fleiß: wo mehr Einkünfte sind, als Kapital, da„herrscht Faulheit.
Durch Einführung der rheinischen Grundsteuer in den östli-chcn Provinzen würde der Staat vielleicht die Mittel gewinnen,auf die Mahl - und Schlachtsteuer in allen Provinzen zu verzich-ten. Welcher Vortheil würde damit für die arbeitende Klassein den östlichen Provinzen verbunden sein, und welche Aufmun-terung sich der Industrie zu widmen?
Die verminderte Grundrente würde einigermaßen znr In-dustrie zwingen und alle Industriezweige und gewerbliche Anlagenein leichtes Fortkommen haben, indem die ersten Bedürfnisse desLebens unbcstcucrt und dadurch das Tagclohn in den östlichenProvinzen noch mäßiger sein würde, als solches bereits durchdie niedrigen Fruchtprcise ist. —
Bei dem Aufblühen der Industrie würde die BevölkerungRiesenschritte in diesen Provinzen machen, Wohlstand und Ka-pitalien aus der Industrie hervorgehen. Bei dem Kaufmanneist das Erwerben Zweck und stets sucht derselbe durch Sparsam-keit allmälig Kapitalien zu sammeln.
Derjenige aber, welcher ein Fixum hat, sey es nun inDiensten des Staates oder durch die Einkünfte seiner Güter,verzehrt in der Regel sein Einkommen und nicht selten wohl garnoch mehr, und daher bilden sich unter solchen Verhältnissennie die bei einer großen Bevölkerung so unentbehrlichen Ka-pitalien.
Doch auch die Sache von einer andern Seite beleuchtet,wird es immer billiger erscheinen, demjenigen, der ohne Arbeitvon seinem Einkommen ausgesucht wird, einen Theil seines Ein-kommens zu Staatsbcdürfnissen zu nehmen, als von der arbei-tenden Klasse, welche nichts besitzt, einen Theil desjenigen zu