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Wer die traurige Existenz der arbeitenden Klasse in derRhcinprovinz, besonders der Fabrikarbeiter in den Städtenkennt, wird als Menschenfreund dieser Klasse, welche gewöhn-lich großen Mangel leidet, indem andere durch ihre Arbeit inUeppigkeit leben, gewiß vom ganzen Herzen eine solche Verbes-serung ihres Schicksals wünschen.
In den vorhergehenden Abschnitten haben wir schon ange-führt, daß in Ländern, wo die Fruchtprcise durch die Ein-odcr Ausfuhr an Erzeugnissen des Bodens bestimmt werden,die Grundabgabcn und dergleichen allein den Eigenthümern desBodens, und die indirekten Steuern, welche bei dem Ver-brauch erst erhoben werden, dagegen den Consumcnten zur Lastfallen. Dieser Satz ist bereits so einfach und einleuchtend er-klärt geworden, daß wir es für überflüssig erachten, die Rich-tigkeit desselben durch nochmalige Erörterungen nachzuweisen.
Die Einführung der rheinischen Grundsteuer in den östli-Provinzcn würde also derjenigen Klasse, welche, wie Smithsich ausdrückt, von ihrem Einkommen ohne zu arbeiten aufge-sucht wird, einen Theil dieses leichten Einkommens nehmen;allein dagegen Manchen bestimmen, dem Staate und seinerFamilie durch Industrie nützlich zu werden; auch ohne Zweifelzum Verschwinden des mehr oder weniger noch bestehendenWorurthcils beitragen: um anständig in der Welt zu erscheinen,müsse man im Dienste des Staates stehen, oder von den Ein-künften seiner Güter leben.
In der Rhcinprovinz sucht ein Jeder sich nützlich zu be-schäftigen und etwas vor sich zu bringen, nämlich: Kapitalienzu sammeln. In diesem Fleiße und dieser Sparsamkeit sucheman allein das Bestehen des Wohlstandes in der Rhcinprovinz.
Bei großem Einkommen ohne Sparsamkeit entstehen keineKapitalien; wohl aber bei mittelmäßigem oder gar geringemEinkommen in Verbindung mit Ordnung und Sparsamkeit, in-dem Kapitalien allein durch Uebcrschnß an Arbeit gebildet wer,den oder mit andern Worten : wenn mehr geschaffen als verzehrtwird, entstehen Kapitalien und verschwinden im entgegengesetz-ten Falle.