oder die Gewinnst- in der Industrie noch mehr zu schmälern,als bereits durch die Grund?, Mahl - und Schlachtstcucr unddergleichen, welche das Tagclohn erhöht haben, geschehen ist.Eines Theils würde dieses ein vergebliches Streben und andernTheils gar z» bcsürchtcn sein, daß die Unternehmer ihre In-dustrie und Kapitalien in andern Provinzen oder gar in andernStaaten mit größcrm Vortheile anlegten und benutzten. Waswürde alsdann wohl aus der großen Bevölkerung in der Rkein-provinz werden? Würde man dann auch noch zu den Rheinlän-dern sagen: Die Menschen und nicht der Grund und Bodenbezahlen Steuern.
Wir machen hier, der Wichtigkeit des Gegenstandes wegen,nochmals darauf aufmerksam, daß man keine Mittel habe, dieKapitalien und Gcwinnste in der Industrie zu besteuern, indemden Unternehmern bei freier Concurrcuz immer der landüblicheGewinn, weder mehr noch weniger, zufließen wird und muß.Haben die Unternehmer Abgaben zu entrichten, sind sie gezwun-gen, den Preis ihrer Erzeugnisse zu erhöhen oder das Arbeits-lohn zu ermäßigen. Ist weder das eine noch das andere aus-führbar, verschwindet die Industrie und das Land verarmt ganz.
Zur Begründung unserer Behauptungen und Ansichtenlassen wir wieder Adam Smit h sprechen:
Dritter Theil 253.
„Grund und Boden ist ein Eigenthum, welches nicht vom„Platze, wo es ist, weggebracht werden kann; aber Geld—>„ Kapitalien — kann es leicht. Der Eigenthümer eines Geld-Capitals ist in Absicht desselben ein Weltbürger und hangt an„keinem besondern Lande u. s. w."
„Durch angelegte Kapitalien wird das Land angebaut;„ durch solche werden die arbeitenden Hände desselben be-schäftigt. Eine Auflage, welche die Kapitalien aus dem„Lande treibt, würde, so weit sich diese Wirkung erstreckt,„die O.uellen des Einkommens für den Landesherr» sowohl als„die Einwohner austrocknen.