mehr an dieser Aeußerung Smith's zweifeln, als die Physio-traten dem Boden zwar, streng genommen, ausschließlich dasVermögen des Schaffens zugestanden, allein keineswegs denGrundsatz aufgestellt haben, der Reichthum der Völker könneauf andcrm Wege entstehen, als durch vermehrte Produktion,nämlich durch Arbeit und Fleiß.
Eine solche Behauptung würde sich eher von denjenigen er-warten lassen, welche dem langst vergessenen 8z steine inorc.ni-til« noch huldigen, oder mit andern Worten: welche den Wohl-stand der Völker statt in den Erzeugnissen ihrer Arbeit, in demAustausch-Mittel derselben, dem baarcn Gelde, in sogenanntenvorthcilhaften Handels-Bilanzen und dergleichen von großerUnwissenheit zeugenden Borurchcilcn zu finden glauben.
Es ist uns im höchsten Grade wahrscheinlich, daß RecensentAdam Smith geb. 1723 mit John Smith geb. is?9verwechselt hat und eben so das physiokratische System mit derKolonie Jamcsiown.
John Smith gründete 1606 diese Kolonie, welche abergleich anfangs mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte,indem die Mehrzahl der Ansiedler nach Amerika gegangen war,um möglichst viel Gold einzudämmen, keineswegs aber um wiegemeine Leute im Vatcrlandc zu arbeiten.
Man litt daher bald Mangel und in solcher Abgeschieden-heit auf sich allein beschränkt, fand man unwillkührlich die wah-ren Ursachen des Nationl-Reichthums und John Smithsagte zu seinen Gefährten: der nicht will arbeiten, der soll auchnicht essen.
Das wahre Sachvcrhältniß, um auf den eigentlichen Ge-genstand der Erörterung zurückzukommen, dürfte sich wohl mitfolgenden wenigen Worten andeuten lassen:
Der Wohlstand der Völker, so wie derjenige der Privaten,beruht auf der Menge von Produkten, welche ein Jeder zur Be-friedigung seiner Bedürfnisse zu verwenden har. Je mehr alsoder Boden, die Minen, die Fabriken und dergleichen produci-rcn, je größer wird der allgemeine Wohlstand sein.
Die Produkte mögen nun noch durch Hundert Hände gehen,