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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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Seite
85
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sehen wir an dein beständigen Nachsprechen fremdersichten und eurer Geheimnißkrämercy mit MystikernGoldköchen.

Desselben Uebels Zeuge ist der Mangel andigcm Urtheil / in der öffentlichen Rede der beydengel. So vieles einzelne diese mit Geist und Sinntrachtet haben/ so schwankt ihr eignes Urtheil dochund her, wie ihre Lecture wechselt. Einmal wird Hton zu höchst erhoben / ein andermal die einseitigenfindigkeilen der scholastischen Metaphysik; neben demmer werden unbedeutende Reime / neben DanteShakesvcar der unbedeutende Calderon hoch geprieFreylich mag jedes Ding in sich sein Gutes haben,aber fragen nach dem / was wahr ist/ schlechthin wallein wahr und einzig die Wahrheit! Dafür haben !nichts gelehrt.

Aus solcher Armuth an eignen Gedanken hatnun unter uns weiter eine seyn sollende Frömmstund ein sogenannter Mysticismus erzeugt schaalflau und albern bis zum närrischen. WahnsinnNachbilden alter Formen / in denen kein Leben mehr

Wir kennen ihn wohl jenen Mysticismus desergebenen Gemüths mit heiliger Wärme und der sichfreudigen Ruhe seines innern Friedens dabeyeigne / tiefe bilderreiche Phantasie. Aber fordert dstnicht wieder von unsrer Zeit/ er hatte seine Zeit;sollte nicht wiederkehren. Denn ungestaltet/ trübe !