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Von deutscher Philosophie, Art und Kunst : ein Votum für Friedrich Heinrich Jacobi gegen F. H. Schelling
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sie», am allgemeinste» die englische Lehre von der Leer-heit des Verstandes und den untergeordneten Werth allerBeweise nicht nur gegen die damalige einseitige Schul-philosophie der Deutschen, sondern gegen die Wurzelaller scholastischen und cartesianischen Philosophie nebstderen Folgen geltend machte.

Gegen dieses Vornrthcil der durch Beweise zu ge-benden Begründung philosophischer Wahrheit sprichtIacobi vom ersten Anfang seiner öffentlichen Thätigkeitbis zuletzt. Er hat damit Recht in seiner Polemik ge-gen Mendelssohn/ gegen Kant/ gegen Fichte endlich ge-gen Schclliug.

Gleich das erstemal sagt Jakobi in seiner Schriftüber die Lehre des Spinoza: »Wir alle werden im Glau-ben geboren und müssen im Glauben bleiben / wie wiralle in Gesellschaft geboren werden und in Gesellschaftbleiben müssen: totuin parte poius esse necesse esk. Wie können wir nach Gewißheit strebe»/ wenn unSGewißheit nicht zum voraus schon bekannt ist; und wiekann sie uns bekannt seyn anders als durch etwas daswir mit Gewißheit schon erkennen? Dieses führt zu demBegriff einer unmittelbaren Gewißheit/ welche nicht alleinkeiner Gründe bedarf/ sondern schlechterdings alle Gründeausschließt/ und einzig und allein die mit dem vorgestelltenDinge übereinstimmende Vorstellung selbst ist. Die Ue-berzeugung aus Gründen ist eine Gewißheit aus derzweyten Hand. Gründe sind nnr Merkmale der Aehn-