Druckschrift 
1,1 (1804) A - E
Entstehung
Seite
250
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Eis

den folgenden Brauneisensteinen orydiret, die daher auch nichtsoviel Kohlen bedürfen, und ein gutes Roheisen geben. Es sindder o ch c r i g e B r a u n c i se n st e i n, von nelkenbrauncr Farbe,die zuweilen auch ins Gelbe fallt, ist wie der dichte Braun-eisenstein immer mit etwas Braunstein vermischt. Der b ra n-ne Glas köpf ist äußerlich schwarz, und oft pfauenschweisigangelaufen; innwendig aber nelkeubraun. Auf der äußern Flacheist er glatt und glänzend, seltener rauh, und gicbt keilförmigeBruchstücken.

Der stäIigliche th o n a r t i g e E i se n st e i n hat eine dun-kelrothe Farbe und einen hohlen Klang. Seine Terrur ist stang-lich, in abgesonderten Stücken, die sich leicht zcrtheilcn lassen,ein mageres Gefühl baben, etwas abfärben und sich an die Zungehängen. Der linsenfdrmige Eisen st e i n bricht in kleinenrunden Körnern von braunrother Farbe, färbt stark ab und hateinen fast ganz ebnen Bruch. Der gemeine thonartigeEisenstein ist weich, hängt sich an der Zunge an und gehetin der Farbe vom Stahlgrancn ins Gelbbraune und Sckwarzro-the über. Der Rothe! ist von braunrother Farbe, und springtin scheibenförmige Bruchstücke. Er bestehet ans mit Thon in-nigst vermischten Eisenocker.

Der schwarze Eisenstein ist von dunkclgraner Farbeund etwas metallischem Glanz. Die E i se n n i e r e n sind gelb-braun, rund, knollig und nierenförmig, im Bruch fei» und imGefühl mager. Das B o h n enerz (mins <ie seves) bestehetaus Körnern von verschiedener Große, dabei aber weich und sprö-de, die concentrisch krummschalige Bruchstücke geben. Obgleichdiese thonartigen Eisensteine arm an metallischem Gehalt sind,geben sie doch in Verbindung mit einem andern, kalk - oder kie-selartigen Eisensteine ein sehr gutes Roheisen.

Die b la ne Ei sen erde bestehet aus Eisenoryd, Thon undPhosphorsäure, und wird an der Luft sogleich indigblau. Siefärbt stark ab, ist auf dem Bruche matt und staubig, undbrennt im Feuer. Nuancen davon sind die grüne Eisene r-de und die feste grüne Ei sen er de von zeisiggrüncr Farbe,die bei der leztern mehr ins Oliveugrünc fällt.

Der Schmirgel (Kmerll) ist granschwarz, sehr hart undschwer; man findet ihn selten für sich, mehrenthcils ist er mitandern Mineralien verwachsen und eingesprengt.

AuS diesen verschiedenen Eisenerden min wird das Eisen aufden Hohcnöfen ausgeschmolzen. Um hiebe! mit dem geringstenAufwände des Brennmaterials in der möglichst kürzesten Zeitdas größte Ans bringen zu erhalten, kommt vorzüglich inBetracht: >) die Beschickung und 2) die Zustellung des Hohen-ofens ; z) die Vorlage des Gebläses; 4) das Abwärmen undAnblasen; 5) das Aufgeben der Beschickung und der Kohlen;6) der Ofenergang und 7) das Ausblasen des Hohenofens.