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1,1 (1804) A - E
Entstehung
Seite
217
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Del — Dem

Die alten Artilleristen gaben den Delphinen mancherlei Ge-stalten von geflügelten Drachen, oder Fischen u. d. gl., welchesman auch bei den deutschen Artillerien beibehalten hat; bei demfranzösischen und spanischen Geschüz hingegen gicbt man den Dei-smen die ihrer eigentlichen Bestimmung entsprechende Gestalt blos-ser Henkel, ohne alle weitere Verzierungen.

Um ein Gesch zrohr, das keine Dclfinen hat, mit dem He-bezenge auf die tastete zu legen, wird ein starker Hebcbaum bisohngcfäbr auf die Halste seiner Lange in das Rohr gebracht. Nach-dem man nun ein Tan an die Traube befestiget, wird es oben aufdem Rohre straff nach vorwärts gezogen, uizd um den eben er-wähnten Hebebanm geschlungen ; man führet es alsdenn wiederzurück »ach der Traube, und knüpfet es zulest an dem Hebebaumfest, so daß eS dreimal auf dem Rohre hinlauft, und mau dieHacke» des Hebezeuges hinein henken kann. Diese Art: das Tauan das Rohr zu befestigen, hat den Vortheil: daß man es leichtwieder losmachen kann, und daß es bei dem Einlegen des Roh-res in die Lastete nicht hinderlich ist , welches der Fall seyn wur-de , wenn man das Tau blos einigemale um das Rohr selbstschlingen wollte»

Demi-Lstno», ein alt-französisches Geschüz, das 4 Fußlang war, 16 Pfund Eisen schoß. und im Metall 4100 Pfundwog. Im Jahr >620 ward das Demi - ein-

gefuhret, das eine Kugel von 24 Pfund schoß, Zioo Pfund wog,und ro Fuß io Zoll lang war.

DemdMirdatterien (premierca datkarlcs) sind bestimmt, dasfeindliche Geschütz zu Grunde zu richten , und die Brustwehren derFestungswerke herab zu werfen. Sie zerfallen ihrer Bestimmung«ach in Riko seh et batt ersten und in D e m 0 n t i r b a tt e-rien m i t v 0 l l er L a d u n g (st plsin k'onet), von welchen letzte-ren aber hier nur allein die Rede ist. Man fest sie entwederschräge gegen die zu beschießende Fage (c>r> eckarpe), oder ihrgerade gegen über (ciirscckement); muß aber hier allezeit vorherdie Brustwehr abkämmen, um das Geschütz zu dcmonriren. Diesscheint zwar die Wirkung der D e m 0 u t i r b a t r e r i e n um Et-was hinaus zu schieben; wenn man jedoch bedenkt: daß zu demRikoschettiren eines Wallganges eine über allen Vergleich größereGenauigkeit der Schusse erfordert wird, wird man gewiß in denmeisten Fällen die gerade» Schusse den Nikoschetschussen vorzie-hen. Denn es ist nicht hinreichend, den Wallgang zu treffen;sondern die Kugel muß dichte hinter der Brustwehr der zu bestrei-chenden Face, nie aber über 12 Fuß davon aufschlagen, sie wür-de ausserdem dem Geschütz keinen Schaden zufügen ; sie muß über-dieses dichte über die Brustwehr hinweggehen und den Wallgangmit niedrigen Sprüngen bestreichen — eine noch schwerere Bedin-