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Bedeckung versehen seyn, damit nicht etwa ein feindlicher Kaval-leriecrupp rasch bindurch gehet und die Kanonen wegnimmt.Man schmeichle sich nicht, dies durch die mörderische Wirkungdcr Kartcrschen verhindern zu können; so viel auch immer die Ka-vallerie durch dasselbe leiden mag, wird sie doch gewiß allezeitihre Absicht erreichen, sobald es ihr nur ein Ernst ist, sich um je-den Preis dcS Geschützes zu bemächtigen.
Wenn das Defilce lang ist, und in gerader Richtung lauft:bedienet man sich anfangs des Kngclschusses, weil hier der Feindsich in einer tiefen Kolonne befindet; das Debouchiren aber wirdam besten durch ein heftiges Feuer mit Trauben oder großen Kar-tetschen verhindert.
Deichsel ( is Dirnau) ist bei dem Artillcriefuhrwcsen gegen-wärtig allgemein eingcführct, weil sie mehrere wesentliche Vor-theilc gewährt. Sie verkürzet nicht nur die Wagenkolonnen, dahier stets zwei und zwei Pferde neben einander gespannt sind;sondern erleichtert auch den Transport, weil die Pferde nicht aufdem Kamme mitten auf dem Wege, sondern zu beiden Seiten des-selben gehen, und daher bequemer ziehen können. Bei dem Fah-ren bergauf - oder abwärts wird die Last des Wagens allezeit von2 Pferden zugleich gehalten, die mit vereinten Kräften wirken,während bei dem Gebrauch der Gabeldeichsel das in derselben ge-hende Pferd jene Last allein tragen muß, und dadurch scbr baldunbrauchbar gemacht wird. Ferner gehen mit der Deichsel nurdie halbe Anzahl Pferde hinter einander auf dem Wege, der folg-lich auch bei üblem Wetter weniger durchgetreten wird ; die nähe-re Vereinigung des ganzen Zuges eines Geschützes erleichtert zu-gleich das Lenken, und gestattet eine schnellere Bewegung, alsdie Bespannung mit der Gabel. Es ist de» lcztern durchaus un-möglich, im Trabe zu fahren, welches doch bei dem Feldgeschützim Gefecht sehr oft nothwendig wird, wenn es von einem Punkteder Schlachtordnung nach einem andern bewegt, wenn ein vor-thejlhafter Posten besezt werden soll u. d. gl.; ja selbst auf demMarsch sind die Hinteren Fuhrwesen gcnöthigct, geschwinder zufahren, obgleich die vordersten sich nur im Schritt fortbewegen.Dazu die Schwere aller Artillericfuhrwcsen, welche bei der Deich-sel blos auf die Räder vertheilet ist, und nicht, wie bei der Ga-bel, die Stangenpferde zu Grunde richtet. Zwar halt man beider franzosischen Artillerie die Deichsel für minder dauerhaft,als die Gabel; allein dieß ist ein Jrthum, der sich auf den Ge-brauchgründet: die Deichsel aus dem Holze zuschneiden, und nichtjunge, zweckmäßig gewachsene Baume dazu zu nehmen, wie vonden Wagnern in Deutschland allgemein gelchiehet. Zum Ueber-fluß lassen sich vorräthige Deichseln leichter und bequemer aufdem Marsch mitführen, als Gabeln, die weit mehr Raum einneh-men , und die Deichseln beinahe um das Doppelte im Gewichtübertreffen.