Druckschrift 
1,1 (1804) A - E
Entstehung
Seite
187
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Car CaS

laust die Seele geradeaus, weil mau daö Unnütze dieser Erwei-terung eingesehen hat.

Die Starke des Kalibers von 24 bis 72 Pfund giebtden Caronad eu eine große Überlegenheit zur See, daheffmansie auch bei den Engländern und Franzosen aligemein eingeführetund alle Kriegsschiffe, wenigstens ans der untersten Batterie da-mit versehen hat. Mit allem sehr kurzen Geschütz haben die C a-ronaden den Fehler gemein : stark zu reknürcn und die Lastetenzu zerstören, daher sie denn auch für den Landkrieg nicht wohlanwendbar sind, es sey denn in Festungen, vorzüglich in den Ka-sematten unter den Flanken zu Vertheidignng des Hanptgrabcns,weil eine achtundsechzigpfnndige Car 0 na de über 200 Stückzeheiiiöthige Kartetschcnknge!» ans einen Sck ) fassen kann, undfolglich ihre Wirkung sehr fürchterlich seyn muß.

stavcaden bei Feuerwerken dienen vorzüglich zu Ansschmü?-knng des Hauptgebäudes und bestehen immer ans Brilliant«brändern (S. dies Wort). Man kann sie auf zweierlei Artverfertigen, nemlich: 1) durch ein Gerüste von schwachen San-lcn'nnd Latten, auf dem sich die Bränder, sinffenwcise abwärtsgeneigt, über einander befinden, und zwar in jeder untern Reihe2 Brander mehr, als in der unmittelbar über ihr befindlichen.Ganz zuoberst aber kommt ein starker Brand senkrecht zu stehen,welcher den obern Trieb der Cascade darstellet.

2) Wird eine, l Zoll starte, 6 Fuß lange eiserne Spille,welche unten ein Schraubengewinde hat, in eine aufrecht einge-grabene 10 Fuß hohe, starke Säule eingeschraubt. Die Spindelhat in dieser Absicht über dem Schraubengewinde ein Loch, umeine eiserne Stange hindurch stecken und sie desto fester einschrau-ben zu können. Auf die Spindel wird nun eine durchbohrte höl-zerne Kugel, und über diese ein sechseckiges Rad geschoben, dasauf der obern Seite seiner Felchen hölzerne Keilstücken mit Honl-kbhlen hat, um zwstpfündige Brilliantbränder aufleimen und g-mal mit starkem Bindfaden aufbinden zu können. Durch einzweites Loch in der halben Lange der Spindel wird ein eisernerSplint gesteckt, und auf diesen abermals eine hblzertre Kugel her-ab geschoben, die ein viereckiges Rad mit cinpfnndigen Branden;auf seinen Felchen trägt. Die Raben beider Räder haben untenschwache eiserne Platten, deren Locher nicht viel größer sind, alsder Durchmesser der Spindel, um die Reibung auf den hölzernenKugeln zu verringern und das Schlendern der Räder an derSpindel zu verhindern. Die leztere ist aber mit einer aufgeschraub-ten hölzernen Büchse versehen, in welcher ein vierpsündiger Brandsenkrecht aufgesteckt und gnc befestiget wird. Die Verbindung desFeuers erhält man durch Sropinen oder Ludelfäsen, die von demobern Brande zweimal herab auf das sD-we und von diesem aufdaö untere Rad gezogen wird« Um sie dabei gegen die Feuchtig-