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1,1 (1804) A - E
Entstehung
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Aus

und bei einer anhaltenden gleichförmigen Wärme nach und »achausgetrocknet wird. Aller in dem Holze enthaltener Saft wirddadurch von Innen nach der Oberfläche getrieben, und die Saft-rohrcn ziehen sich zusammen, wodurch das Holz, besonders daSeichne, eine außerordentliche Festigkeit und Dauer erhält. Dievöllig geschehene Austrocknung des Holzes wird an den im Kernentstehende» kleinen Nissen erkannt, die hier, wo keine äusserekalte Luft dazu tritt, nie so bedeutend sind, daß sie dem Holzeselbst nachrheilig werden können.

Weil das auf diese Weise zubereitete Holz sehr hart wird,und sich nicht ohne einige Schwierigkeit bearbeiten läßt; kbnncndie zu den Laffetcn und anderen ArtillerieGeräthschaften bestimm-ten Stucken vor dem Auslaugen gröstentheils bearbeitet werden;daß sie nachher nur noch einer geringen Nachhülfe bedürfen.

Ausziehen der Vrandrähren, wenn dieselbe durch die Län-ge der Zeit verdorben sind, oder wenn man ihnen ein anderesTempo geben will; geschähe vor Erfindung einer besonder» Ma-schine dazu durch den franzosischen Ingenieur Bouqucl (umdie Mitte des XVII. Jahrhunderts) dergestalt: daß man ein Seilum den hervorstehenden Kopf der Brandrohre befestigte, die Bom-be mit demselben aufhicng; und so lange mit hölzernen Hämmernstark auf die Bombe schlug, bis der Brand herauSgieng. Beisolchen Bomben, die ausser dem Brandloche noch ein besonderesFüllloch haben, durch das man die Ladung vorher herausschüttcnkann, ist das Ausziehen der Brandröhre mit keiner Gefahr ver-bunden; man zerspaltet die hölzerne Brandröhre mit einem Meis-scl, und nimmt sie stückweise heraus, oder man schüttet einigeLoth Pulver in die Bombe, um nach wieder fest vermachtem Fnll-loch die Brandröhre anzuzünden, und durch diese schwache La-dung herausstosscn zu lassen. Haben hingegen die Bomben keinFnllloch; würde das Zerspalten oder Herausbohren der Brand-röhre mit großer Gefahr verbunden scvn, weil das Entzündender Pulverladung nicht zu vermeiden ist. Man muß sich daherder vorhcrcrwähntcn Maschine bedienen, mit der sich das Ausziehender Vränder leicht und sicher verrichten läßt.

Diese Maschine: der B r a n d z i e h e r, (Dirs-küsse) beste-het aus einem eisernen Gerüste a Nah. II., dessen hohler ring-förmiger Fuß A auf die Oberfläche der Bombe oder Grenade ge-sezt wird, damit mau den Kopf der Brandröhre mit der dazu be-stimmten Zange cl fassen kann, die durch eine Feder s aus einan-der gespannt, durch die Schraube k aber fest zusammen gezogenwird. Drehet man nun die oben in einer zylindrischen Muttergehende Schraube K, vermittelst der Stange c aufwärts, wirddadurch die Brandrohre herausgezogen.