Auf
dienen kann, — fcstgeschraubet wird. Der Fuß wird mit Eisenoder Messing 5k nnd gg belebet» das Werfe» und Ausreißen desHolzes zu verhindern. ( M i Ii t. M a g a zi n Bd. I. Ct. 7.)Me> rere Arten dergleichen beweglicher Aufsatze finden sich in W.D >! ^ cdii e r 0 f f n e t c r K r i e g s s ca u le Fol. Franks. 168c).
Da dieser Anfsaz einige Genauigkeit bei seinein Gebrauch er-fordert (Siede sichren des Geschü^es) auch verlohrcu werdenkam; bar man bei dem preußischen, französischen, spanischenund neuerlich auch bei dem hessischen Eeschüz den festen Anfsazcinge f ret, dintcu am Bodenstuck der Kanone» nud Häu-bchen befestiget ist, und gemeinschaftlich mit dem auf die Kopf-fricsen angegossenen Kern den Artilleristen bei der Nichtimg desGeschützes leiten soll. Dieser Anfsaz bestehet bei der französischenArtillerie in einer kupfernen Hebestange E. fiig. 7. und b>. Tab. I.von i-s bis Z Zoll Hobe, die in Zolle und Linien getheilet und inden Kopf IK ein Vifir cingefcilct ist. Sie wird vermittelst einesgezahnte» Rades, L, das in ihre Einschnitte greift, und aufdessen Welle äußerlich ein Handgriff 5) gesteckt ist, auf und abbeweget, um dem Geschüz die nothigc Erhöhung nach Verhältnis;der Entfernung des Feindes geben zu können. Die ganze Vor-richtung befindet sich i» einem am Vodenstück des Geschützes be-findlichen Einschnitte almä und wird durch eine Kupferplatte 51.bedeckt, die in 55 angcschraubet ist.
Weil man hier wegen der Traube kein hinreichend großesStück Metall aus dem Bode» des Geschützes hauen, und dabcrder Anfsaz bei der vierpfündigen Kanone nur 2 Zoll hoch werdenkann; hat mau ihn bei der hessischen Artillerie dabin verbessert:daß die Stange rund ist, und durch ein in das Bodenstück ge-bohrtes Loch hinunter gehet, wodurch man im Stande ist, ihr dieganze Innrere Starke des Rohres zur Lange zu geben. Sic wirdvermittelst einer an den Kopf gegossenen Handhebe herauf gescho-ben uno in der gehörigen Hohe durch eine Stellschraube fest ge-halten.
Die erste Einführung des festen Aufsatzes auf dem neuenFeldgeschü; durch Gribeauval 1765. fand in Frankreich vielWiderspruch; man warf ihm vor: 1) daß er leicht von ungeschick-te» Händen verbogen oder zerbrochen werden, und daß auch schonder Schmuz und Staub ihn unbrauchbar machen könne. 2) Daßer den Artilleristen verleite, auf zu große Entfernungen zu schies-scn, wo die Schüsse wegen geringer Wahrscheinlichkeit des Tref-fens blos Verschwendung der Munition find, g) Hänge der Ge-brauch des Aufsatzes vom Zufall ab, weil man nothwcndig dieAufschläge der Kugeln beobachten müsse, welches doch vor demFeinde unmöglich sc«. Endlich gebe 4) der Anfsaz allezeit einefalsche Richtung, sobald die Laffcte auf keiner horizontalen Flä-che, sondern mit dem einen Rade hoher stehet als mit demandern,
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