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1,1 (1804) A - E
Entstehung
Seite
16
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Aug

ber zum Angriff eines Postens, werden die schweren Kanonen ge-braucht : die Hinderliche aus dem Wege zu räumen; die leichtenKanonen und Haubitzen hingegen werden gegen die Besatzunggerichtet.

Diese Regeln sind allgemein, und finden ohne Rücksicht aufdie Verschiedenheit des Postens statt; es gieht aber noch andere,die mit der individuellen Beschaffcnbcit desselben in unmittelbarerVerbindung stehen. Eine Landstadt mit starken Mauern erforderteine andere Anordnung des Geschützes beim Angriff, als einDorf, oder ein Haus u. s. w. Es würde bei einer solchen Stadtin den mchrcsien Fallen vergebens seyn, sein Feuer gegen dieMauern zu richten, die gewöhnlich von außerordentlicher Stärkesind, und ein mehrtägiges Feuer erfordern, um eine brauchbareRaumlücke zu erhalten. Man thut hier besser, durch ein lebhaf-tes Feuer aus zwolfpfündigen Kanonen die Thorc zu offnen,wahrend man durch eingeworfene Haubitzgrenadcn gemeinschaft-lich mit der Anordnung zu einer Leitercrsteigung , Schrecken undVerwirrung unter der Besatzung zu verbreiten sucht. Die Kano-nen werden zu dem Ende in einer Entfernung von 500 bis 6c:oSchritt, dem Thore gegen über aufgefahren, das ihren Schüssennicht lange widerstehet, wenn eS anders nicht mit Erde oder Mistverschüttet ist. Ja, selbst ein auf diese Art verrammtes Thorkann von Z bis 4 gut bedienten Zwölfpfündern in einigen Stun-den geöffnet werden. Die Haubitzen werden 7Z0 Schritt von derStadt gcsezt, und dicGrenaden mit einer etwas starken Elevationgeworfen, damit sie über die Stadtmauern hinweggehen und mit-ten in den Ort fallen. Wenn die Thore äußerlich durch vorlie-gende, mit Kanonen besezte Werke gedeckt sind, von denen manmit Kartetschcn beschossen zu werden fürchten muß; ist es besser:sich bei Einbruch der Nacht bis auf 400 Schritt zu nähern, undsich hier z Fuß tief mit dem Geschütz einzuschneiden, indem mandie Erde auswärts gegen den Feind wirft, daß eine etwa 5 Fußhohe Brustwehr entstehet. Um dieses inwendig einige Festigkeitzu geben, wird sie am besten mit Sandsiebcn verkleidet, dieman auch zu Formirung der Schießscharten anwendet. Zu bei-den Seiten der Batterie dienet ein t> bis 8 Fuß breiter Graben,aus dem die Erde ebenfalls gegen die Lckadt geworfen wird, zueiner Art Parallele, um einige Infanterie zu Bedeckung der Bat-terie darein stellen zu können. Die Erbauung dieser Batteriemuß mit der größten Lebhaftigkeit betrieben werden, daß sie mitdem ersten Morgeuschimmer ihr Feuer beginnen kann. Die Ka-nonen werden dabei gegen den Fuß der Mauer gerichtet, undlagenweise abgefeuert, damit die größere Erschütterung um sofrüher den Einsturz der Mauer bewirkt. Ware kein ander Mit-tel, den Ort zur Uebergabe zu bringen, als das Anzünden dessel-ben ; sind die eisernen Brandkugelu (Siehe das Wort), dierichtiger Schuß halten, und eine stärkere Kraft der Jmpnlsion

haben.