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keinen einzigen Beweis gestutzt ist. Da uns im Gegentheil die Erfahrung lehrt, daßes kein Feuer oder Acht gibt ohne die Berzehrung irgend einer Substanz, so müssenwir nothwendig daraus folgern, daß die Sonne nur durch eine wirkliche Verbrennungleuchten und erwärme» kann. Die zahllosen Sonnen, welche das Weltall erwarmenund beleben, sind denn nicht so unbegreiflich, als man sie ohne zu forschen, ausgeru-fen hat. Ihr ewiges Feuer gleicht jeder andern Verbrennung und ist nicht schwererzu begreifen, als jede andere Flamme, die wir sehen, selbst anzünden und brennenderhalten könne».
Jede Sonne ist denn in der Mitte ihres Planetensystems ein Feuerheerd, derdurch die in seinen Strahlen immer zunehmende Verdünstung sein ewiges Feuer un-terhält. Dieses Feuer nährt sich denn, weil es brennt, und brennt ewig, weil jedeVerbrennung neue Verdünstung hervorbringt. Dies ist die ewige Bewegung derNatur, die noch einfacher ist als ein Perpetuum Mobile, welches der Mensch zu erfin-den versucht. — Unsere Sonne ist denn eine wirkliche Verbrennung des Aethers oderder auf die höchste Ausdehnung gestiegenen Gase des Weltkreiscs, den sie erwärmtund beleuchtet. Der durch die Verbrennung entstehende leere Raum muß sich fort-während von dem angrenzenden Acther wieder ausfüllen, und dieses Zuströmen zurAusfüllung des leeren Raumes geschieht, wie alle Bewegungen der Natur, im kreis-förmigen Strome um die Sonne. Wir können hier auf diese Bewegung der Atmos-phäre, welche zugleich die Bewegung der Himmelskörper ist, nur oberflächlich hindeuten
XX. Entstehung der Weltkörper.
Die Grundsätze welche nach Newton's Naturphilosophie allgemein gelehrt werden,scheinen zwar die jetzige Beschaffenheit des Weltgebäudes zu erklären, lassen uns aberauf dem Wege der Narurforschunz über das Entstehen und einst wahrscheinlich Ver-gehen der Dinge in Ungewißheit. Die Frage, wie die jetzige Gestalt des Weltgebäudesentstanden und einst endigen wird, ist jedoch die erhabenste von allen, die den gebilde-ten Menschen beschäftigen können, und diejenige, welche am meisten seine WißbegierdeNweckt. Warum soll der Naturforscher sich von der Untersuchung dieses für uns sowichtigen Gegenstandes durch den Einwurf abschrecken lassen, daß der Mensch niemalsdie ganze Natur ergründen wird. — Wenn unsere Vorfahren die Aeußerung, daß dieEntwickelung der Dämpfe einst Schiffe gegen Strom und Srurm führen würde, unddaß die ätherische Flüssigkeit, deren Entzündung uns im Blitze erschreckt, durch Röhrengeleitet, als ruhige Achtquelle eine kleine Sonne in unsern Wohnungen bilden könnte,zu den Unmöglichkeiten gerechnet hätten, und dennoch diese Erscheinungen jetzt Nie-manden befremden; so müssen wir auch jetzt, trotz der hergebrachten Erklärung, derUnmöglichkeit, alle Geheimnisse der Natur zu erfroschen, die Frage des Ursprungs unddes Endes unserer Erde erörtern dürfen. Diese verhängnisvolle Frage, der man sichbis jetzt nicht ohne tiefe mathematische Kenntnisse nähern dürfte, kann ohne einige Vor-kenntnisse erörtert werden, so bald man die Leere des Weltraums verwirft, wie solchenach den neuern Erfahrungen über die Ausdehnungskraft der Gase auch wirklich nichtmehr baltbar ist.
Wenn es mit einiger Ueberzeugung denkbar wäre, daß anziehende und abstoßendegeistige Kräfte dieHimmels Körper durch das Metall leiten können, so würden diese Krättewenn man einige Schwierigkeiten übersehen will, uns zur Noth den gegenwärtigenLauf der Weltkörper erklären, sie würde uns aber über das fortwährende Entstehenund Vergehen der Dinge keinen Aufschluß geben. Da aber alles in der Natur nuraufblssht oder hinwelkt, wächst oder abnimmt und keine andere Bewegungen statt haben,so ist es nicht wahrscheinlich, daß die Naturkraft welche Alles bewegt eine andere ist,«ls die welche alle Gestalten der Materie hervor bringt. Indem wir forschen, welche