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siehst, darum kommt es von oben, und nicht durch Anregung: undweil die Wärme nicht in dicken Tropfen sichtbar ist, darum soll sienicht wirklich von oben kommen, sondern durch Anregung? Wennvernünftige Gründe nicht helfen, sind doch handgreifliche überzeugend. So hat manauch einen Gelehrten gefragt, ob er cS wohl sür möglich halte, bei großer Kälte durchAnregung seine Stube zu heizen, oder mit Anregung ein Beafsteak zu braten? —Wenn man nun solche Anregung in der Natur nicht kennt, warum denn das Wun-derbare, ja das Unmögliche an die Stelle der einfachen und leicht zu begreifendenNatur und Wahrheit setzen? Wenn bloß die Verminderung der reflcktirten (verdop-pelten) Wärme mehr Kälte in den höhern Regionen fühlbar machen muß, und dieseins Ursache dieser Kälte ist die nicht weggeschwatzt werden kann, warum denn eineandere unnatürliche Ursache mit den Haaren herbeigezogen ? Will man auf die un-sinnige Frage: ob die Sonne auch Feuer und Wärme ist, durchaus antworten, ihreungeheure Wirkung kann auch Anregung seyn, darf man dann auch schon aller Er-fahrung zuwider die Anregung als eine wirkliche Naturkrast darstellen? Wenn dieWärme von dieser Entfernung nach der Sonne hin zunimmt, so versteht sich vonselbst, daß sie von hier sonnenabwarts abnehmen muß, und in diesem Sinne ist eswirklich wahr, daß wenn wir uns Nachts erheben, indem wir dann von der Sonneabwärts gehen, wir in kältere Regionen eintreten, so daß eigentlich bloß um die Mit-tagszeit, über den Dunstkreis der Erde hinaus, die Wärme nach der Sonne'hin zunimmt,Der Irrthum, daß die Sonne nicht wirklich Wärme verbreite, muß aber ganzund gar verschwinden vor der klarsten Thatsache, welche die Beobachtungen der Kome-ten liefern. Wenn ein Komet sich der Sonne auf eine kleine Entfernung nähert,wird die Wirkung der ungeheuren Gluth der Sonne auf den Kometen deutlich wahr-genommen. Seine Oberfläche sängt an zu verdunsten, er vergrößert sich, und seinganzer Körper lös't sich oft so auf, daß er durchsichtig wird, was man dadurch be-merkt, daß oft Sterne über welche ein Komet vorbeiging, durch seine Scheibe gesehenworden sind. Der Dampf, welcher sich auf einem Kometen in der Nähe der Sonneerhebt und ihn umgibt, steigt oft viele hunderttausend Meilen hoch. Umgekehrt, wennder Komet sich wieder von der Sonne entfernt, sinkt seine verdunstete Masse wiederzu einem festen Kern zusammen. Durch die bei der Sonne erhaltene Hitze scheinenalle Kometen Heller und leuchtender, wenn sie von der Sonne kommen, als wennsie hingehen. Kometen, deren fester Körper man als blos reflektirend erkannt hatte,wurden durch ihre Gluth bei der Sonne selbstlcuchtend. Newton nahm, bei e nerBeobachtung der Art, Gelegenheit zu berechnen, daß ein solcher Komet So.ooo Jahrebrauchen würde, um wieder zu erkalten. — Wer diese ungeheure Wirkung des Son-nenfeuers auch Anregung nennen will, wird doch gestehen müssen, daß auch die Anre-gung nach der Sonne hin zunimmt, und folglich selbst die angebliche Anregung nichterlaubt, zu schließen, daß die Wärme sich nach der Sonne hin vermindert- DieDuelle der Wärme muß den ein wirkliches Feuer, eins Verbrennung der Gase sein.Düse Wahrheit ist auch schon in frühern Zeiten lebhaft gefühlt worden. Newton warso sehr von einer wirklichen Verbrennung in der Sonne überzeugt, daß er, weil ervon einer Gasverbrennung noch nichts wußte, der Sonne von Zeit zu Zeit einigeKometen, die sich, wie er meinte, hineinstürzen sollten, als Speile zugedacht hat-Alande hat sich auch die Möglichkeit eines ewigen Leuchtens und Erwärmens ohneNahrung nicht denken können. Denn als er die Verminderung des scheinbaren Durch-messers der Sonne, ohne eine zunehmende Entfernung der Erde zu ahnen, bemerkrhatte, meinte er, der Körper der Sonne müsse sich wohl dadurch vermindern, daß sieimmer Licht und Wärme verbreitet und keine Nahrung erhält- Daß die Sonne uns Lichtund Wärme ohne wirkliche Verbrennung geben könne, ist denn eine Behauptung, die auf