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öffnet, flugschneller Transport der Reisenden, gedankenschnelle Mittheilungen zwischenStädten und Völkern, und die Ersparung zallhoser Zugthiere, wodurch ein Land sichum ein Einkommen von einigen hunderttausend Thalern jährlich bereichert, sind Gegen-stände, welche die Theilnahme, die sie erregen, verdienen. — Diese Anlagen, die schongleich bei ihrer Erbauung Tausenden geschästs-und brotlosen Menschen Arbeit und Nah-rung verschaffen und bald neue Quellen des Wohlstandes eröffnen werden, sind eine wichtigeAngelegenheit der Völker.
Man zweifelt, ob Handel und Gewerbthätigkeit in Deutschland mit der kostspieligenAnlegung von Eisenbahnen im Verhältniß stehen. Wenn man bedenkt, daß England, dessenHauptstadt mit anderthalb Millionen Einwohnern die Hauptstadt des Welthandels ist,vor Erbauung der Eisenbahnen schon von guten Kunststraßen durchkreuzt wurde, derenGesammtlänge von 25000 Meilen vier bis fünf Mal d.n Erdball umgürten könnte;daß seine schiffbaren Kanäle eine Länge von 5ao Meilen betragen, und daß es vorderAnwendung der schnellen Dampfwagen schon 23c» Meilen Eisenbahnen für Trans-porte von Kohlen und andern schweren Frachten besaß, so sind die neueren Verbesse-rungen dort eine Kleinigkeit, wahrend sie bei uns im Vergleich mit dem Verkehr undden Geschäften als ungeheure und gewagte Unternehmungen erscheinen.
Wenn einerseits für die Städte und Gegenden, welche mit der Anlegung der Eisen-bahnen, die ihren Handel beleben sollen, wirklich die Gefahr vorhanden ist, durch Kon-kurrenz die Hauptwaarenzüge und die Vortheile der Eisenbahnen zu verlieren, so scheintanderseits Gefahr, das Anlegekapital durch neue Einrichtungen gefährdet zu werden.Man ist allgemein darüber einverstanden, daß die Einrichtung der Eisenbahnen nochin ihrer Kindheit ist. Die anerkannten großen Mangel der ersten Erfindung lassenbeim immerwährenden Fortschreiten jeden Augenblick eine totale Umgestaltung erwartenund somit wären die schweren Kosten einer mangelhaften Anlage zum Verderben derUnternehmer verloren. Es ist unmöglich, die kommenden Erfindungen und Verbesse-rungen vorherzusehen. Wenn aber schon Dampfwagen ohne Eisenbahnen denselben Dienstauf gewöhnlichen Chausseen versehen, kann man jede Vervollkommnung erwarten. Mandenke sich bloß die Möglichkeit, daß, wenn kaum eine Eisenbahn fertig ist, Chaussee-Dampfwagen nebenher oder auf parallelen Weeen mit derselben Vollkommenheit fahrensollten: welchen Abbruch würde dies der kostspieligen Eisenbahn thun, die, um einHundertsach größeres Kapital, als ein einzelner Dampswagen kostet, zu decken, höherePreise fordern muß und mit diesem die Konkurrenz nicht aushalten kann?—Diese Be-denklichkeiten für die Unternehmer welche bei Eisenbahnen von unbedeutender Frequenzzu erwägen sind, können für Bahnen wo große Waarenzüge gehen nicht in Betreffkommen. Einzelne Privat-Jnteresse» können eben so wenig berücksichtigt werden. Wiealle große Neuerungen und Fortschritte werden Eisenbahnen manches Interesse ver-letzen. Wir werden jedoch nicht um ihre Einführung befragt: sie liegt in der RMrder Dinge, im Laufe der Fortschritte, die wir nicht aufhalten können. Wir habennicht zu erwägen, ob dieser oder jener Stand, dieses oder jenes Gewerbe darunterleiden werde; vielleicht werden Manche augenblicklich leiden, aber wir können es nichtändern. Das Interesse dieser Gewerbe kann so wenig die Anwendung der Eisenbahnenund Dampfkräfte auf die Vervollkommnung der Kommunikationen verhindern, alsirgend ein Privat - Interesse jemals die Fortschritte großer Erfindungen, z. B. derBuchdruckerkunst, der Spinnmaschienen ?c. verhindert hat. Das thätige Wirken unsrerNachbarn enthält für uns die dringende und unabwendbare Auffordernng zu einemgleichmäßigen Fortschreiten und zu einer verhältnißmäßigen Anwendung der Mittel,die nöthig sind, um mit andern Städten und Ländern gleichen Schritt zu halten,Wenn Andere fortschreiten, während wir stehen bleiben, so gehen wir rückwärts —mit andern Worten: so gehen wir zu Grunde