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Gemeinnützige Andeutungen im Gebiete der Gewerbthätigkeit und der Wissenschaften
Entstehung
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Spieler die Lcost, die ihm jetzt bei jeder Ziehung verloren gehen, in seiner Kasse anund die Spielsucht ist zur Sparsucht geworden. Wer z. B. jetzt gewohnt ist jährlichto Thlr. in die Lotterie zu setzen, verspielt in lc> Jahren 100 Thlr.; wenn er aberjährlich für 10 Thlr. Lotterie-Papiermünze kauft, hat er nach 10 Jahren ein Kapitalvon roa Thalern erspart.

Man hat berechnet, daß in Deutschland und andern angränzenden Ländern dieLotterieen jährlich 25 Millionen Thaler verschlingen, die meist den ärmsten Klassen aufimmer entrissen werden. Wenn nun die Spieler Lotterie-Papiermünze statt der jetzigenLoose einkauften, so würden sich jahrlich diese 25 Millionen Thaler in den Handender ärmern Klassen anhäufen und ihr Wohlstand sich um die Summe von 25 Millio-nen Thaler jährlich vermehren.

Es ist schon dargethan worden, daß der Billigkeit gemäß jedes Papiergeld, biszur kleinsten Summe, seine Zinsen tragen muß. Es würde aber unausführbar seyn,jedem schnell wechselnden Inhaber des Papiergeldes die Zinsen seines kleinen Kapitalszu zahlen. Das einfache Mittel aber, Jedem seine Zinsen zukommen zu lassen, ist, dieeinzeln sehr geringen, im Ganzen aber sehr beträchtlichen Summen, öffentlich zu verloosen.

Da durch das Spiel Einer für Alle oder für Viele die Zinsen erhält, so werdendie Lotteriefcheine oder das Lotterie-Papiergeld denselben Reiz haben, wie die jetzigenLotterieloose. Das Lotterie-Papiergeld ist dann auch zugleich eine bessere Gewinnbringende Papiermünze. Die Folge davon ist, daß der Staat oder die Privatbank,die diese Loose ausgiebt, eben so viele Millionen einnimmt. Die Lotteriespieler setzen,wie gesagt, jährlich 25 Millionen Thlr. aus. Die Bank nimmt also jährlich 25 Mil-lionen ein, welche sie zu nützlichen Anlagen, wie die Erbauung von Eisenbahnen ver-wenden kann. Nimmt man diese Summe auch nur für die Hälfte an, so würde derAbsatz von Loosen eines ersten Jahrs schon das ganze Kapital ansbringen, welches einegroße Bahn erfordert. Ein anderes Jahr würde eine gleiche Summe für eine odermehrere Bahnen aufbringen, und bald würden alle diejenigen zu Stande kommen,welche der Verkehr erfordert, und es würde bald keiner dieser großen Hebel der In-dustrie mehr zu wünschen bleiben.

Es ist zu bemerken, daß der ganze wahrscheinliche Absatz von 12 Millionen jähr-lich, die Hälfte des wirklich gegenwärtig statt habenden, nicht einmal abgewartet zuwerden braucht; denn sobald solche Loose, von den erforderlichen Garantieen begleitet,nur ausgegeben werden, braucht man auf deren Absatz durch die LotterieCollecteure nichtzu warten, weil solche, von der ersten Bekanntmachung an gerechnet, eine gangbareMünze sind. Es folgt daraus, daß eine, mit diesen Loosen gefüllte, Kasse sogleich an-fangen kann, überall Eisenbahnen zu bauen. Für diese Münze werden sogleich ge-liefert! Eisen, Steine und Arbeitslohn, Baumittel, die überall vorhanden sind, undjetzt bloß aus Mangel an baarem Gelde oder aus Mißtrauen, es herzuschießen, nichtin Bewegung gesetzt werden und unbenutzt bleiben. Die Kasse wird natürlich fort-während mit dieser Münze gefüllt seyn, da das Unterpfand, auf welches die Scheinegesichert sind, sich vermehrt, je nachdem die Kasse sich erschöpft oder gebaut wird.

Wenn trotz aller Wahrscheinlichkeit der günstigen Aufnahme einer, mit Lotterie-gewinnen ausgestatteten und auf die Eisenbahnen gesicherten, Papiermünze, derenmillionenfacher Absatz noch bezweifelt würde, so brauchten die Regierungen der Lander,wo Eisenbahnen angelegt werden sollen, nur mit der sie zu nichts verbindenden Ver-fügung einzuschreiten, daß die Loose, bei Entrichtung der Abgaben, gleich baarem Geldein Zahlung angenommen werden, wobei dann der Staat noch den Vortheil hat, daßgroße und kleine Lotteriegewinne seinen Kassen zufließen, so daß, wenn es noch ausdiese Maaßregel ankäme, der Staat kein Bedenken zu tragen hätte und diesen Vor-theil gleich allen Privatkassen genießen könnte.