234 Dritter Abschnitt. Neuntes Kapitel.
den Berliner astronomischen Jahrbüchern und in der Con-naissance des temps gebraucht werden.
Ungeachtet der grossen Vollkommenheit dieser Tafelnmusste aber die Theorie des Mondes so lange noch unvoll-kommen erscheinen, als man der Beobachtungen zu etwasWeiterem als den 0 oder 7 Elementen der Bewegung be-nölhigt war. Die Akademie der Wissenschaften zu Parissetzte daher im Jahre 1820 einen Preis auf eine Mondstheorie,bei welcher nur jene Elemente aus den Beobachtungen, allesUebrige aber aus dem Gesetze der allgemeinen Schwere her-geleitet wäre. Zwei Theorieen erhielten den Preis: die einevon Plana und Carlini, die andere von Damoiseau.Letztere hat ihr Verfasser mit den hier zu Grunde gelegtenTafeln begleitet, die zu ihrer gänzlichen Vollendung nurwenig zu wünschen übrig lassen.
Noch eine Mondstheorie ist im Jahre 1838 von Hansenerschienen: Fundamenla nova investujationis orbitae verae,quam luna perlustrat, etc. Ihr Verfasser hat sich darinhöchst scharfsinniger und von den früheren ganz verschie-dener Methoden bedient, um die so mühevolle Rechnungzu vereinfachen. Auch hat er nach diesen Methoden be-rechnete Tafeln versprochen, die aber bis jetzt noch er-wartet werden.
Eine nähere Angabe der Eigenthiimlichkeiten dieser ver-schiedenen Methoden würde hier nicht am Orte sein, da sieauf Kunstgriffen der hohem Analysis beruhen, die ich beimeinen Lesern nicht habe voraussetzen wollen. Statt dessenwill ich zum Schlüsse dieses Abschnitts die Elemente, nachdenen Damoiseau seine Mondstafeln*) berechnet hat, unddie vorzüglichem Gleichungen der Länge, der Ilorizontal-parallaxe unter dem Aequator und der Breite nach den-selben Tafeln hier noch zusammenstellen.
*) Tables de la lune, formees par la seule theorie de raUraction, ...par Damoiseau, ... Paris 1828.