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„allgemeine und die besondere Fürbitte für mich auf." (Sailer's Briefeaus allen Jahrbundcrten II. Samml. S. 307.)
Ihr wisset selbst, Hochwürdige Brüder, wie sehr diese, schon vor 1435Jahren geschriebenen Worte eines katholischen Bischofes auf mich passen.Eure ehrenvolle Wahl war auf mich gefallen, des Königs Majestät hieltsie genehm; Ihr sandtet würdige Manner, die Aeltesten aus Eurer Mitte,mit der Ehrenbotschaft an mich ab. Ich, überrascht und bestürzt, (dennden Gerüchten, die auch meinen Namen unter vielen andern nennend derWahl vorausgingen, konnte ich nach meiner, drei Jahre früher Euch gege-benen Erklärung nicht glauben) — ich mußte nach ernstlicher redlicherSelbstprüfung Eure Ehrenboten mit einem entschieden ablehnenden Neinheimkehren lassen.
Da trat, übereinstimmend mit des Königs und Eurem Wunsche, ausfreien Stücken daS Oberhaupt der Kirche in die Mitte, und crmahnte,spornte mich väterlich zur Annahme, andeutend seinen Schmerz, falls ichauf der Ablehnung beharrete, und unter der tröstlichen Versicherung, daßGott das Opfer des Gehorsams wohlgefällig aufnehmen und reichlichsegnen werde. Mit des h. Hilarius Worten sprach der h. Vater durch seinOrgan zu mir: „Gehe hin, und bestrebe dich, durch Angemessenheit und„Wahrheit der Lehre das Schwache zu stärken, das Zerfallene zu befestigen,„das Verkehrte zurecht zu bringen, und durch Wort und Beispiel die dir„anvertraute Schaar der wahren Frömmigkeit zu gewinnen, in der heiligenLiebe zu entzünden und so zu den ewigen Triften zu geleiten." (Schrei-ben Sr. Excellenz des päbstlichen Nuntius, Erzbischofs von Carthago <!, «1.München 17. Febr. 1845.)
Konnte ich taub bleiben für diese Stimme? Durfte ich solcher Mahnungmich eigenwillig entziehen und das ohnehin durch die Noth der Kirche tiefbekümmerte Herz des obersten Hirten mit einem neuen Kummer betrüben?Nein! ich mußte in dem ganzen wunderbaren Gange der Sache die Fügung,den Willen Gottes erkennen, mußte mein inneres Widerstreben besiegen,mußte die Augen schließen vor dem entmuthigenden Anblicke meiner unge-nügenden Kraft und Tüchtigkeit, mußte nach einem Kampfe, der mir,Gott weiß es! oftmals den Tod erwünschlich gemacht, mein Wollen undWünschen zum Opfer bringen und meinen Nacken beugen unter eine Bürde,die für mein Gefühl um so viel schwerer wird, jemehr sie eine mit irdi-schem Glanz und weltlicher Herrlichkeit umgebene Würde ist. Denn zumOpfern, also zunächst zum Selbstopfern bin ich ja Priester geworden, alsich aus eigenster Wahl und freiester Selbstbestimmung mich vor zwei undzwanzig Jahren dem heiligen Dienste der Kirche widmete, nicht wiegewöhnlich für diesen Beruf allmahlig herangezogen, sondern auf weitenUmwegen durch merkwürdige Fex mg ihm zugeführt, nachdem ich die