£1)6 Vierter Abschnitt. Viertes Kapitel.
Nach Bouvard’s astronomischen Tafeln (Paris, 1821)werden diese zwei sogenannten grossen Gleichungen desJupiter und Saturn folgendergestalt berechnet. Zuerst sindfür die mittlere Pariser Mitternacht, womit der 1. Januar1800 anfängt, als Epoche, die stets vom mittlern Frühlings—äquinoctialpunkte in der Epoche an gerechneten mittlernLängen l und X des Jupiter und Saturn:
k =■ 81° 52' 19", 3 + 30° 20' 56", 718 . t ,
X — 123 5 29 ,4 + 12 13 16 ,127. f,wo t die seit der Epoche verflossene Zeit, in julianischenJahren ausgedrückt, bedeutet. Hiermit bestimmt man dieArgumente
A = 5X — U +.4° 10' 4", 8 — 1' 16", 403 . t + 0",013 .
= 95° 52' 53", 0 + 23' 10", 795 . t + 0", 013 . t\
Ä A — 29", 8 — 0", 270 . t-und es sind dann die Gleichungen für die LängeJupiters: + (19' 46", 619 — 0",0347. t + 0",000033 J-) sin A
— 12", 014 sin 2 A,
Salurns: — (47' 52", 649 — 0", 0803 . t + 0", 000082. t''■) sin Ä
+ (30", 504 —0", 0017 . t) sin 2 Ä.
Die Periode jeder dieser beiden Gleichungen ist (§. 109.)
- ■=■ 932 Jahren.
Der Anfang einer solchen Periode, d. i. einer der Zeit-punkte, wo die Argumente der Gleichungen == 0, mithin,zu Folge dieser Gleichungen allein, die Geschwindigkeit Ju-piters am grössten und die des Saturn am kleinsten ge-wesen, ist
95« 52' 53"23' 11"
248 Jahre
vor der Epoche, also um das Jahr 1552, eingetreten. Vonda an nimmt 466 Jahre hindurch, also bis zum Jahre 2018,die Geschwindigkeit Jupiters ab und die des Saturn zu. DieAstronomen der letztverflossenen Jahrhunderte hatten dieseVerzögerung des einen und Beschleunigung des andern Pla-neten aus Beobachtungen kennen gelernt und mussten dieseAnomalieen bei Unkennlniss ihrer Periode um so auffallender