Störunge“» der Breite des Mondes.
abhängig und geschehen gleichförmig. Gleicherweise ist end-lich die vorhin gefundene Gleichung der Breite dasselbe fürdie Breite, was die Evection für die Länge war. Denn dasArgument der erstem Gleichung ist 2 (A — A') — (A — ft),das der letztem 2 (A — A') — (A — «), und iw Factor dererstem, ew der letztem Gleichung. So wie nun die letztereauch durch eine fortdauernde Aenderung der Excentricitätund der Lage der Apsidenlinie, oder kurz durch eine Be-wegung des Mittelpunktes der Ellipse, dargestellt werdenkonnte (§§. 123. 124.), so wird durch ähnliche Mittel auchdie erslere Gleichung durch eine Aenderung der Neigungund der Ivnolenlänge, und somit durch eine Bewegung derEbene der Mondsbahn sich erklären lasseu.
In der That ist die durch erstere Gleichung gestörteBreite
b = tsin (l — fr) + h 2 iw sin (l — 2A' + fr) (§. 140.)Sie wird, wenn man
, . fi cos fr -f- h.,iw cos (2A' — fr) = J cos 0 und^ ' (t sin fr -j- b 2 iw sin (2A' — fr) — J sin © setzt:
b J sin (l — ©).
Man wird daher die gestörte Breite geradezu finden,wenn man sie wie die nichlgestörle, aber nicht mit denElementen i und fr, sondern mit J und © berechnet, undman kann sich mithin die Störung in der Breite auch da-durch erzeugt vorstellen, dass die Neigung J und die Knoten-länge 0 nach dem durch («) ausgedrückten Gesetze ver-änderlich sind.
Um uns dieses Gesetz zur Anschauung zu bringen, wol-len wir die nach ihm bewirkte Aenderung der Lage derMondsbahn, oder, was auf dasselbe hinauskomml, die Aende-rung der Lage ihrer Pole, zu erforschen suchen. Sei beider Projection auf die Kugelfläche der Kreis OKF (Fig. 42.)die Ekliptik, 0 der Anfangspunkt derselben, E ihr Nordpol,p der Nordpol der mitllern Mondsbahn, KOK' die nördlicheHälfte dieser Balm, also Ii der aufsteigende Knoten der-selben. Durch die Mittelpunkte F und G der HalbkreiseKFIi' und KOK' lege man einen grössten Kreis FGH\ dieser
Mueltius, Mech. il. nimm. J5