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Von der allgemeinen Anziehungskraft.
Von je zwei Körpern Ä und S wirkt demnach jedes Theil-chen des einen auf jedes Theilchen des andern mit eineranziehenden beschleunigenden Kraft, welche der Masse desanziehenden Theilchens proportional ist.
Die sphärische Gestalt der Himmelskörper, so wie Er-scheinungen auf unserer Erde, von denen im folgenden Ka-pitel die Rede sein wird, führen uns endlich zu dem Schlüsse,dass nicht bloss je zwei Theilchen, die zwei verschiedenenHimmelskörpern angehören, sondern auch je zwei Theilcheneines und desselben Körpers sich anzielien. Denn war derKörper, wie es wenigstens von unserer Erde höchst wahr-scheinlich ist, anfangs in einem flüssigen Zustande, und bil-deten seine Theile irgend eine von der Kugel abweichendeForm, oder waren sie gar im Raume zerstreut, so konntees nur durch ihre gegenseitige Anziehung geschehen, dasssie so nahe als möglich auf einander zugingen und sich solange bewegten und vertheillen, bis ein von allen Seitengleichförmiger Körper, also eine Kugel, entstand.
§. 64 .
Nach allem diesen sind wir veranlasst anzunehmen, dassje zwei Theilchen der Materie überhaupt sichgegenseitig anzielien, und dieses nach dem Ge-setze, dass die anziehende Kraft eines Theilchensdirect der Masse desselben und umgekehrt demQuadrate seiner Entfernung vom angezogenenTheilchen proportional ist.
Allerdings können beim Rückblick auf das Vorhergehendean der völlig allgemeinen Gültigkeit dieses Satzes noch Zwei-fel übrig bleiben, da wir mehrere der obigen Schlüsse nurder Analogie nach machten, da wir nur die augenfälligstenGesetze der Bewegung in unserm Sonnensysteme, nicht auchdie kleinen Abweichungen von denselben, berücksichtigten,und noch manche Erscheinungen, die gleichfalls zur Prüfungjenes Satzes hätten dienen können, ganz unbeachtet Hessen.Wenn aber schon die grosse Einfachheit des Satzes es höchstwahrscheinlich macht, dass er ein wahres Naturgesetz auf-stellt, so werden noch mehr die bald folgenden Unter-
Moelmi*, Much. d. liimm. 7